Ausstellung

Schöne Bilder aus dem alten Wesel

So schön war der Schützengarten am Fusternberg einst.

So schön war der Schützengarten am Fusternberg einst.

Foto: Funke Foto Services

Wesel.   In den Räumen des Bauvereins können Besucher einen Eindruck vom historischen Wesel bekommen. Auf vier Etagen sind 75 alte Fotos und Pläne zu sehen. Erinnerungen an eine fast heile Welt.

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Enge, verschlungene Gassen in der Innenstadt, elegant aussehende Stadtvillen entlang der Augustastraße und eine Parkanlage am Willibrordiplatz – bei der Ausstellung, die in den Räumen des Bauvereins läuft, können Besucher einen Eindruck vom historischen Wesel bekommen.

Unter dem Motto „Bilder vom alten Wesel – schöne Stadt am Niederrhein“ sind hier 75 alte Fotos und Pläne auf vier Etagen zu besichtigen: Wesel vor seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, am 16. Februar 1945.

„Heute trägt sie ein Gesicht, das Narben hat“, beschrieb Bürgermeisterin Ulrike Westkamp die Stadt und betonte, wie wichtig es sei, „die Erinnerung an das alte Wesel zu bewahren.“ Und weil die Zeitzeugen immer weniger werden, sei es gut, dies auch mit Fotografien zu tun.

„Wir sehen schöne Bilder einer fast heilen Welt“, fasste Bauvereinsvorstand Anett Leuchtmann die Ausstellung zusammen. Und es ist wahr, denn friedlich, fast idyllisch scheint die Atmosphäre auf manchen Bildern, sei es der hübsch begrünte Bahnhofsvorplatz, an dem nur ein Auto vorbei fährt oder der Markttag im Schatten des Willibrordi-Doms mit der noch originalen historischen Rathausfassade.

Zur Ausstellungseröffnung waren besonders viele Besucher aus der Generation gekommen, die den Wiederaufbau selbst mit erlebt, teils sogar selbst mit gestaltet hat. „Ich möchte mich bedanken, dass Sie die alten Bilder hier zeigen“, sagte Ernst Trapp (79) zur Bauvereins-Chefin. Er freute sich, auf einem der Fotos das Haus seiner Großeltern neben dem Berliner Tor entdeckt zu haben.

Private Sammlungen

„Ich versuche die Bilder nach heute zu platzieren“, erklärte Günter Wassenberg (71), als er gerade interessiert ein Foto betrachtete. „Hier zum Beispiel die Brandstraße“, sagte er und deutete auf das entsprechende Bild. „Die ist ja direkt hier vorn, eine ganz gerade Straße. Und nun schauen sie, wie verwinkelt sie war. Es ist genau wie meine Eltern immer gesagt haben.“

Mit dieser Ausstellung werden schon zum zweiten Mal „Bilder vom alten Wesel“ im Gebäude des Bauvereins gezeigt, nachdem die erste Ausstellung mit rund 60 Bildern im November 2013 auf großes Interesse gestoßen war. Die Fotos stammen zum größten Teil aus persönlichen Sammlungen, die ins Stadtarchiv gegeben wurden, zum Teil sind sie von bekannten Weseler Fotografen, wie Hilde Löhr. Mitarbeiter von Museum und Stadtarchiv haben sie dann für die Ausstellung ausgewählt. „Das ist zum wiederholten Male gut gelungen“, freute sich Anett Leuchtmann und gibt zu: „Wenn es noch genug Fotos geben sollte, wäre ich sofort dafür, das weiter fortzusetzen.“

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