Umwelt

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Das Foto zeigt die Bagger beim Ausheben der Seitenrinne Bislich-Vahnum. Foto:Dr. Thomas Chrobock

Das Foto zeigt die Bagger beim Ausheben der Seitenrinne Bislich-Vahnum. Foto:Dr. Thomas Chrobock

Foto: NRZ

Wesel.   Bei der Umsetzung des EU-Life-Projekts „Nebenrinne Bislich-Vahnum“ läuft laut Nabu nicht alles nach Plan

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Die Bauarbeiten für das EU-Life-Projekt „Nebenrinne Bislich-Vahnum“ der Nabu-Naturschutzstation Niederrhein laufen auf Hochtouren. Der derzeit noch niedrige Wasserstand des Rheins ermöglicht ein zügiges Vorankommen. Allerdings laufe nicht alles wie geplant, teilt der Naturschutzbund (Nabu) mit. Nachdem die bauvorbereitenden Maßnahmen, wie das Räumen des Baufeldes und die Kampfmittelsondierung, abgeschlossen sind, kommen die Bagger zum Einsatz, um mit dem Ausheben des neuen Seitenarms zu beginnen. Hierbei werden große Mengen von Erdreich bewegt. Da nicht der gesamte Aushub im Projektgebiet wiederverwendet werden kann, ist ein Abtransport des restlichen Materials notwendig. Dieser Abtransport könne allerdings nicht so ablaufen wie geplant.

Kurzfristige Anordnung

In der Planung und der behördlichen Plangenehmigung des Projektes war vorgesehen, den Transport des Aushubmaterials um das Dorf Bislich herumzuführen. Durch eine kurzfristige Anordnung der Stadt Wesel sei das nun nicht mehr möglich. Die Transporte müssen durch Bislich fahren, so der Nabu.

„Das kam für uns sehr überraschend, da das gesamte Projekt bereits genehmigt wurde. Die Belange aller Betroffenen wurden im Plangenehmigungsverfahren berücksichtigt, um solche kurzfristigen Änderungen auszuschließen“, erklärt Projektleiter Klaus Markgraf-Maué von der Nabu-Naturschutzstation. „Kurzfristig kann das wahrscheinlich nicht geändert werden, aber wir bemühen uns, in Abstimmung mit den zuständigen Behörden, die Transportwege für alle Betroffenen zukünftig verträglicher gestalten zu können“, Markgraf-Maué gibt sich zuversichtlich.

Kein Bau in der Brutzeit

Die Bauarbeiten für das Projekt werden während der hochwassergefährdeten Zeit im Winter und der Brutzeit im Frühjahr und Frühsommer unterbrochen und ab Sommer 2017 fortgesetzt. Spätestens bis dahin soll eine Lösung gefunden werden.

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