Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Laurent Freixe als Konzernchef des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns Nestlé seinen Hut nehmen muss. Als Grund wurde eine romantische Beziehung des 63-jährigen Franzosen zu einer ihm unterstellten Managerin genannt, die er verheimlicht haben soll. Das verstößt nach Unternehmensangaben gegen die ethischen Grundsätze der Firma.

Dass Freixe nach 39 Jahren bei Nestlé gehen muss, brachte das Schweizer Unternehmen auch an der Börse in Turbulenzen. Ausgestanden ist der Fall noch lange nicht. Im Gegenteil, denn neue Gerüchte bringen Freixe weiter in die Bredouille. Wie das Schweizer Finanzportal „Inside Paradeplatz“ schreibt, soll er nicht nur mit einer Angestellten aus dem Marketing eine Beziehung geführt gehaben, die letztlich zu seiner Entlassung führte. Er soll mit einer zweiten Frau aus dem Konzern ein Verhältnis gehabt haben – laut des Portals „eine noch höhere, langjährige und anerkannte Top-Managerin“.

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Laurent Freixe: Ex-Nestlé-Chef soll Verhältnis mit weiterer Mitarbeiterin gehabt haben

Pikant: Die mutmaßlich zweite Geliebte soll Freixe mit der anderen Frau in flagranti erwischt und ihn daraufhin intern diskreditiert haben. Das soll zu den Untersuchungen gegen den Ex-Konzernchef geführt haben. Ein Nestlé-Sprecher wollte sich zu den Gerüchten nicht äußern. Dem Bericht zufolge hatte die Frau aus dem Marketing in jüngster Zeit eine steile Karriere bei Nestlé gemacht. Mittlerweile soll sie das Unternehmen ebenfalls verlassen haben.

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Affären hin oder her: Freixe war ohnehin nicht unumstritten. Investoren waren unzufrieden mit seinen Geschäftsergebnissen. Nun soll der Schweizer Philipp Navratil es richten. Frischen Wind von außen bringt er allerdings nicht mit. Er hat wie sein Vorgänger einen Großteil seiner Karriere bei Nestlé absolviert. Der 49-Jährige war seit 2001 zunächst in der internen Revision und zuletzt Chef des Kaffeegeschäfts Nespresso. Er ist seit Anfang Januar in der Konzernleitung.

Nestlé wurde 1866 gegründet. Das Unternehmen vertreibt über 2000 Marken in Bereichen wie Kaffee, Wasser, Babynahrung, Milchprodukte, Tiefkühlkost und Tiernahrung, ist in rund 185 Ländern aktiv und hat rund 277.000 Beschäftigte (2024). Der Börsenwert liegt bei mehr als 200 Milliarden Euro.

pvt mit dpa