Kaum haben sich die Tesla-Verkaufszahlen in den USA einigermaßen erholt, droht dem Elektroautobauer erneut Ärger. Nach einigen schwer wiegenden Vorfällen mit dem „Full Self Driving“-System (FSD) in Tesla-Autos hat die US-Verkehrsbehörde NHTSA Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen Verkehrsregeln aufgenommen. Betroffen sind rund 2,9 Millionen Tesla-Fahrzeuge in den USA, in denen das System verbaut ist.
Berichten zufolge sollen Teslas mit FSD über rote Ampeln und bei Spurwechseln in die falsche Fahrtrichtung gefahren sein. Bei FSD handelt es sich um ein Fahrassistenzsystem der zweiten Stufe, sogenanntes teilautomatisiertes Fahren. Anders als beim vollautomatisierten Fahren ist der Fahrer verpflichtet, aufmerksam zu bleiben und bei Bedarf einzugreifen. Bei Unfällen übernimmt Tesla keine Haftung.
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FSD kontrolliert nicht nur den Verkehr, sondern auch den Fahrer
Aus gutem Grund, denn mit dem Vorgängersystem Autopilot gab es bereits schwere Unfälle, teilweise mit tödlichem Ausgang. Im August dieses Jahres wurde Tesla von einem Gericht in Florida in erster Instanz zu einer Schadenersatzzahlung an Hinterbliebene verurteilt. Die Richter argumentierten, dass Tesla die Fahrer zum Missbrauch des Systems einlade.
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Tesla bietet FSD seit 2016 an. Erlaubt ist es außer in den USA aber nur in wenigen Ländern, etwa in China, Australien und Neuseeland. In Europa ist es nicht zugelassen, wird aber beispielsweise schon in Tesla-Werken wie der Gigafactory in Grünheide bei Berlin auf dem Gelände eingesetzt. FSD soll allein aufgrund von Kameraaufnahmen seine Umgebung erfassen und dank lernender Software die Verkehrssituation einschätzen. Das System überwacht auch, ob der Fahrer aufmerksam ist, lässt aber zu, wenn er länger die Hände vom Steuer nimmt.
tok



