Die neue Bahnchefin Evelyn Palla will im Konzern auf- und umräumen. Wie dies in der Praxis aussehen kann hat sie bereits als Vorständin für den Regionalverkehr vorgelebt. Dort hat sie die Zentrale in vielen Fragen entmachtet und die Verantwortung für das Geschäft den einzelnen Regionen überlassen. Das hat gut funktioniert. Diese Strategie will Palla nun auch für den Gesamtkonzern verfolgen. In der Zentrale am Potsdamer Platz geht bei vielen Leuten die Angst vor dem Jobverlust um. Einige wichtige Posten wurden bereits gestrichen.
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Der Bahnchefin ist Erfolg zu wünschen. Denn der gewaltige Verwaltungsapparat der Bahn ist Kritikern schon lange ein Dorn im Auge. Hier und dort in den Büros atmet noch immer die alte Beamtenbahn. Die Folge sind Doppelstrukturen oder eine schlechte Koordination aufgrund der Eigeninteressen mancher Manager. Wenn Palla damit aufräumt, kann es nur besser werden.
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Deutsche Bahn: Es braucht jetzt schnell spürbare Fortschritte
Trotz der Eile beim Umbau der Bahn wird der Vorstand daran zu messen sein, ob die Kunden etwas von der Aufbruchstimmung mitbekommen. Auch hier will Palla schnell handeln und die Vorgaben des Bundesverkehrsministeriums umsetzen. Züge und Bahnhöfe sollen sicherer und sauberer, die Fahrgäste umfassender informiert werden und die Bordbistros geöffnet sein. Das kann vergleichsweise schnell umgesetzt werden und würde von den Kunden sicher auch honoriert.

Das Hauptproblem bleibt jedoch der unzuverlässige Verkehr. Auch hier muss es bald einmal spürbare Fortschritte geben. Doch das überlastete und kaputte Netz lässt nur langsame Verbesserungen zu. Es wird spannend zu sehen, inwieweit der Umbau des Konzerns einen stabileren Betrieb bewirken kann. Denn längst nicht alle Unzulänglichkeiten gehen auf die maroden Trassen zurück.




