Der deutschen Wirtschaft geht es nicht gut. Bundesarbeitsagentur-Chefin Andrea Nahles warnte unlängst davor, dass die Chancen für Arbeitslose so schlecht wie noch nie stünden. Erstmals seit 2020 ist zudem die Zahl der Erwerbstätigen wieder gesunken.

Der demografische Wandel sorgt dafür, dass gerade viele mittelständische Betriebe keine Nachfolge finden, sie ihre Tore und Türen schließen. Die Rezessionsjahre haben Spuren hinterlassen, manche Unternehmen sind abgewandert, andere haben drastisch Stellen abgebaut. Wirtschaft ist in den vergangenen Monaten ein Synonym für Krise geworden.

Auch interessant

Wirtschaft in der Krise: Um unseren Mittelstand beneiden uns dennoch viele andere Nationen

Bei allem, was schiefläuft, sollte man aber nicht vergessen, dass aus Deutschland nach wie vor hochwertige Produkte kommen. Noch immer stellt Deutschland die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Und es hat einen starken und anpassungsfähigen Mittelstand, um den uns viele andere Nationen beneiden.

Deutsche Unternehmen investieren Milliarden in Forschung und Entwicklung. Sie arbeiten daran, dass Wohlstand in Deutschland gesichert werden kann, dass Innovationen geboren werden. Innovationen, die das Leben einfacher, gesünder, besser machen können und weltweit gefragt sind.

Tobias Kisling / Funke Mediengruppe
Tobias Kisling, Wirtschaftskorrespondent.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Zusammenspiel aus Politik und Wirtschaft: Es braucht den Erfolgshunger zurück

Um sie hervorzubringen, ist das Zusammenspiel aus Politik und Wirtschaft essenziell. Zu viele Entwicklungen werden von der Bürokratie gebremst, zu lange dauern Genehmigungsverfahren, und zu sehr drücken viele Belastungen, die Reformen unumgänglich machen.

Auch die Unternehmen selbst sind gefordert. Erfolg macht bequem. Wozu das führen kann, zeigt die strauchelnde Autoindustrie, die die chinesische Konkurrenz zu lange belächelt hat. Ein Weg aus der Krise ist auch der stete Hunger nach Erfolg.