Ein neues Smartphone gleich mit dem passenden Vertrag abzuschließen, gehört für viele Verbraucherinnen und Verbraucher zum Standard. Das Versprechen: wenig Aufwand, geringe Einmalzahlung, alles aus einer Hand. Doch diese Bequemlichkeit hat ihren Preis. Wer Smartphone und Tarif getrennt kauft, spart im Schnitt ein Viertel der Kosten – in manchen Fällen sogar deutlich mehr. Das zeigt eine aktuelle Preisanalyse des Vergleichsportals Verivox, die unserer Redaktion vorab vorliegt.
Für die Analyse untersuchte Verivox gängige Bündelangebote der großen Netzbetreiber Telekom, Vodafone, O2 und 1&1. Verglichen wurden sie mit der Kombination aus separat gekauftem Smartphone und einem passenden Discounter-Tarif im selben Netz. Grundlage waren zwei Nutzerprofile, ein Durchschnitts- und ein Premiumnutzer, jeweils über einen Zeitraum von 24 Monaten.
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Hohe Ersparnis: Getrennter Kauf von Smartphone und Tarif lohnt sich
Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Über alle Geräte- und Tarifklassen hinweg lag die durchschnittliche Ersparnis beim getrennten Kauf bei 25 Prozent. Wird der Berechnung ein durchschnittliches Datenvolumen von 10 bis 15 Gigabyte zugrunde gelegt, steigt das Sparpotenzial auf bis zu 37 Prozent.
Der Grund liegt vor allem im Datenvolumen der Verträge. „In den Vertragstarifen der großen Anbieter steckt rund sechsmal so viel Datenvolumen wie in Deutschland im Schnitt pro Kopf verbraucht wird“, sagt Jörg Schamberg, Telekommunikationsexperte bei Verivox. Viele Kundinnen und Kunden entschieden sich für überdimensionierte Tarife, um die monatliche Belastung für das neue Smartphone niedrig zu halten. „Damit zahlen sie jeden Monat für Leistungen, die sie nicht brauchen.“

Experte: Ersparnis „kann bei Premium-Bundles besonders hoch sein“
Das zeige sich besonders bei teuren Premiumgeräten. Im Telekom-Netz etwa lasse sich beim iPhone 17 Pro über zwei Jahre hinweg eine Ersparnis von 675 Euro erzielen, wenn das Gerät separat gekauft und mit einem günstigen Discounter-Tarif kombiniert werde. Prozentual am höchsten fällt die Ersparnis mit 37 Prozent im 1&1-Netz aus, beim Mittelklassemodell Google Pixel 9a. Insgesamt liegt die durchschnittliche Ersparnis beim getrennten Kauf im Telekom-Netz bei 29 Prozent, bei Vodafone bei 27 Prozent, bei 1&1 bei 24 Prozent und bei O2 bei 21 Prozent.
„Die mögliche Ersparnis des Getrenntkaufs ist in unserem Test immer dreistellig ausgefallen und kann bei Premium-Bundles besonders hoch sein“, sagt Schamberg. „Denn bei Smartphone-Topmodellen und hochwertigen Tarifen winken auf Anbieterseite meist höhere Umsätze.“ Günstige Tarife wiederum würden oft gar nicht erst als Bundle angeboten.
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Mobilfunktarife werden nach zwei Jahren für viele Kunden teurer
Doch nicht immer ist die Trennung automatisch die bessere Wahl. Wer gezielt hohe 5G-Geschwindigkeiten, unbegrenzte Datenflatrates oder zusätzliche Optionen sucht, findet bei den Netzbetreibern nach wie vor die größte Auswahl. In solchen Fällen schrumpfe das Sparpotenzial eines getrennten Kaufs.
Vor allem bei einer Bündelung mit Smartphone lohnt sich nach 24 Monaten ein Check des Vertrags, sagt Schamberg: „Die Kosten für die Hardware können unbemerkt als Vertragsbestandteil weiterlaufen, obwohl das Gerät bereits abbezahlt ist.“ Doch auch ohne Gerätefinanzierung sollten Kundinnen und Kunden nach Ablauf von zwei Jahren die Kosten im Blick haben: Laut einer Verivox-Analyse von September 2025 werden 40 Prozent aller Mobilfunktarife ab dem zweiten Vertragsjahr teurer – bei gleicher Leistung.
Grundlage der Analyse sind Preisangaben vom 25. November 2025; Mobilfunkangebote können sich kurzfristig ändern.





