Der Wirtschaftsrat der CDU hat vor zusätzlichen Belastungen für Vermieter durch eine von der SPD diskutierte Sozialabgabe auf Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung gewarnt. „Nicht immer mehr, sondern weniger Regulierung wird das Wohnungsproblem in Deutschland lösen“, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger dieser Redaktion. „Die in einem Beschlusspapier der SPD geforderte Gesundheitsabgabe auf Vermietung und Verpachtung würde den Wohnungsmarkt weiter verengen.“

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In Deutschland gehörten rund 16,1 Millionen Wohnungen privaten Vermietern, das entspreche etwa zwei Dritteln des Gesamtbestandes an Mietwohnungen. Gerade diese Vermietergruppe — darunter Handwerksmeister, Rentner oder Durchschnittsverdiener mit Einliegerwohnung — würde laut dem CDU-nahen Wirtschaftsverband durch zusätzliche Abgaben besonders getroffen. „Für viele von ihnen ist die Vermietung Teil der Altersvorsorge, und bereits heute stellen die geforderten energetische Sanierungen viele der Kleinvermieter vor enorme finanzielle Herausforderungen“, so Steiger.

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Sollten sich zehn Prozent der Kleinvermieter aus der Vermietung zurückziehen, weil Kosten und Ertrag aus dem Gleichgewicht geraten, beträfe das rechnerisch rund 1,6 Millionen Mietwohnungen. „Damit würde genau das Gegenteil dessen erreicht, was politisch beabsichtigt ist, zumal sich der Wohnungsbau weiter im Sinkflug befindet“, sagte Steiger.

Nahaufnahme von einem symbolischen Mietvertrag
Die SPD will auch Mieteinnahmen zur Finanzierung der Kassen heranziehen. Der Wirtschaftsrat der CDU warnt vor Belastungen für Vermieter.© picture alliance / CHROMORANGE | picture alliance

Die Zahlen basieren auf einer eigenen Berechnung des Wirtschaftsrates der CDU auf Grundlage einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln von 2025 sowie des Frühjahrsgutachtens Immobilienwirtschaft 2026 des Rates der Immobilienweisen.