Der Babynahrungshersteller Hipp hat in Österreich sein gesamtes Sortiment aus den Spar-Supermärkten zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Gläser mit Karotte und Kartoffel manipuliert worden seien, teilte das Unternehmen mit.

„Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein“, warnte es. „Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich um einen externen kriminellen Eingriff“, sagte ein Sprecher von Hipp der Deutschen Presse-Agentur.

Die Produktions-, Qualitäts- und Kontrollprozesse des Unternehmens seien nicht berührt. Er könne wegen der laufenden Ermittlungen keine weiteren Details nennen, so der Sprecher. 

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Spar-Supermärkte in Österreich: Alle Hipp-Gläschen aus den Regalen genommen

Die Supermarktkette habe inzwischen alle Gläschen aus den Regalen genommen, sagte ein Sprecher der Polizei im Burgenland, Helmut Marban. Dabei sei kein verdächtiges Produkt gefunden worden. Möglich sei aber, dass vor der Räumung möglicherweise manipulierte Gläser gekauft worden seien.

Deshalb seien Eltern aufgerufen, ungenutzte Gläschen in den Supermarkt zurückzubringen und sich bei der Polizei zu melden, falls ihnen etwas Verdächtiges aufgefallen sei. Dies sei auch nötig, um gegebenenfalls ein Beweismittel zu haben. Die Ermittlungen liefen mit Hochdruck, sagte Marban.

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Erpressung? Manipulation? Polizei hält sich aus taktischen Gründen bedeckt

Weitere Angaben will die Polizei aus taktischen Gründen nicht machen. Es ist deshalb unklar, ob Erpressung im Spiel ist, wie viele Gläschen betroffen sind oder welcher Art die Manipulation ist. Für besorgte Eltern in Österreich stand am Wochenende ein telefonischer Hipp-Beratungsdienst (+43 7612 76577-104) zur Verfügung. 

In Österreich wird derweil nach einem zweiten womöglich mit Rattengift verseuchten Glas Hipp-Babynahrung gesucht. Die Polizei im Burgenland habe Erkenntnisse, dass dort ein weiteres Glas im Umlauf gebracht worden sein könnte, sagte der Polizeisprecher. „Es spricht viel dafür, dass es nur dieses zweite Glas gibt“, sagte Polizeisprecher Helmut Marban. Dies erschließe sich aus kriminaltaktischen Quellen – weitere Einzelheiten wollte er nicht nennen. Trotzdem seien auch weitere Manipulationen nicht auszuschließen. Die Gläser sind daran zu erkennen, dass der Deckel manipuliert ist, und unter dem Glasboden soll sich ein weißer Aufkleber mit rotem Kreis befinden.

Die Ursprünge des in Pfaffenhofen in Bayern gegründeten Familienunternehmens gehen mehr als 120 Jahre zurück. Sitz der Hipp Holding AG ist in Sachseln im Schweizer Kanton Obwalden. dpa/bee/eve