Die Deutsche Post heißt künftig DHL. Einen entsprechenden Antrag, der auch eine neue Konzernstruktur enthielt, stellte der Vorstand bei der Hauptversammlung am Dienstag in Bonn vor. „In den vergangenen Jahrzehnten hat sich unser Unternehmen von der ehemaligen Deutschen Bundespost zu einem weltweit führenden Logistikkonzern entwickelt“, sagte Konzernchef Tobias Meyer. Es sei überfällig, die historisch gewachsene Konzernstruktur den neuen Gegebenheiten anzupassen. Der Namenswechsel wird vermutlich zum 1. September vollzogen und dann der Sachverhalt im Handelsregister eingetragen sein.
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Deutsche Post bekommt neuen Namen – auch an der Börse
Der Logistiker macht nur noch etwa ein Fünftel seines Geschäfts mit seinem traditionellen Postgeschäft. Der Rest entfällt auf globale Konzernbereiche wie das Expressgeschäft und Frachtgeschäft. Schon vor zwei Jahren hatte das Unternehmen seinen Markennamen von Deutsche Post DHL zu DHL geändert, rechtlich blieb es aber beim Namen Deutsche Post AG. Auch an der Börse wird das Unternehmen künftig DHL heißen. Die Umbenennung samt neuer Struktur kostet nach Angaben von Meyer rund 37 Millionen Euro.
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Transportierte Briefmenge um rund 13 Prozent eingebrochen
Künftig steht das Brief- und Paketgeschäft gleichrangig neben den anderen Bereichen. „Für unsere Beschäftigten ergeben sich keinerlei Nachteile, ihre Interessen bleiben vollständig gewahrt – inklusive Lohn, Arbeitszeit und Schutzregeln“, betonte Konzernchef Meyer. Auch im Management ändere sich nichts. Das deutsche Briefgeschäft ist für den Logistiker ein Sorgenkind. Im ersten Quartal 2026 sackte der Betriebsgewinn im Stammgeschäft deutlich ab, und die transportierte Briefmenge brach um rund 13 Prozent ein. eve/dpa



