Sylt steuert auf eine Zwickmühle zu. Im Jahr 2022 sagte die Gemeinde der illegalen Ferienhausvermietung den Kampf an. Künftig sollen zahlreich vorhandene Reetdachhäuser vorrangig als dauerhafte Bleibe genutzt werden. Doch dieser Plan könnte nach hinten losgehen, wie eine Analyse des Immobilienmarktes andeutet. Sylt droht der Luxus-Leerstand.

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Laut einem „Bild“-Bericht zeigt eine aktuelle Auswertung von „ImmoScout24“, dass auf Sylt ein rasanter Anstieg der Immobilienangebote zu sehen ist. Seit Ende 2022, als das neue „Beherbergungskonzept“ beschlossen wurde, beträgt der Anstieg 514 Prozent. Damit ist die Nordseeinsel einsame Spitze in Deutschland: Es stehen derzeit im Vergleich zur durchschnittlichen Gemeinde 13-mal mehr Häuser zum Verkauf.

Immobilienpreise auf Sylt bleiben trotz Überangebot hoch

Das klingt nach paradiesischen Zuständen für Käufer. Doch von Schnäppchen aufgrund von einem Überangebot dürfen Möchtegern-Inselbewohner nur träumen. Die Quadratmeterpreise bleiben hoch. Der ImmoScout-Analyse zufolge liegen diese bei etwa 12.329 Euro.

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Damit ist der Kauf einer Immobilie auf Sylt in etwa ähnlich teuer wie der Erwerb einer großen Wohnung im Münchener Stadtzentrum. Nur, dass es an der Nordsee deutlich mehr solcher Angebote gibt, als in der bajuwarischen Hauptstadt. Heißt also: Die teuren Häuser könnten eine Weile lang leerstehen.