Was wie ein Routinebericht über ICE-Einsätze in den USA aussah, hat im Nachgang zu einem handfesten Medienskandal geführt. Am Sonntag zeigte das ZDF in seiner Nachrichtensendung „heute journal“ nicht nur Archivmaterial, sondern auch Bilder, die vollständig von künstlicher Intelligenz erzeugt wurden – ohne die Inhalte als solche zu kennzeichnen.

Erst auf Druck empörter Zuschauer und Medien wurde der Fall aufgeklärt. Was folgte, war eine holprige Krisenkommunikation, die weitere Fragen aufwarf und Kritik auslöste. Doch der prominente ARD-Kollege Louis Klamroth, bekannt als Moderator der Talksendung „hart aber fair“, stellt sich nun schützend vor das ZDF.

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„heute journal“-Fehler: ZDF entschuldigt sich öffentlich im Programm

Im Podcast „Apokalypse und Filterkaffee“ sprach Klamroth mit dem Journalisten Markus Feldenkirchen über den ZDF-Vorfall. Auf die Frage, wie er die Fake-Affäre beim „heute journal“ wahrgenommen hat, sagte er: „Ich finde: Entscheidend ist der Umgang damit“.

Er würdigte die öffentliche Entschuldigung des Senders: „Und dann gibt es eben das ‚heute journal‘: Das sagt, wir haben einen Fehler gemacht, wir entschuldigen uns öffentlich im eigenen Programm.“ Andere Medien würden hingegen Unsinn verbreiten, ohne darauf zu reagieren. Besonderes Lob fand er für den Auftritt von „heute journal“-Chef Stefan Leifert am Dienstagabend, der klarstellte, dass eine bloße Kennzeichnung der KI-Bilder nicht gereicht hätte und das ZDF den Einsatz solcher Materialien im Nachrichtenbereich grundsätzlich verbiete.

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Klamroth betont Bedeutung des richtigen Umgangs mit Fehlern

Wie „t-online“ berichtet, fragte Moderator Feldenkirchen den 36-jährigen Moderator Klamroth im Podcast, ob ihm dieser Fehler beim ZDF nicht auch „einen Bärendienst“ erwiesen hätte. Klamroth aber wiegelte ab: „Nein, ich denke da ganz anders. Ich fühle da eher mit den Kollegen mit, denen geht es dabei schlecht, weil die machen diese Fehler ja nicht extra.“ Er betonte, dass beim ZDF „alles“ getan werde, „um solche Fehler zu vermeiden“. Entscheidend sei für Klamroth vor allem der Umgang damit: „Klar schadet das, aber vielmehr würde es schaden, wenn der Umgang damit schlecht wäre: Das wäre der wirkliche Schaden.“

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