Die Anwohner waren entsetzt, der BUND hat die Planungen kritisiert, es hat sich sogar eine Bürgerinitiative gegründet: Auf den Weg gebracht wurde die geplante Bebauung der Ackerfläche an der Flurstraße in Dinslaken-Eppinghoven trotzdem: Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan (Nummer 343) wurde Ende 2022 gefasst.

Das Verfahren wurde im Sommer vergangenen Jahres nach einer Entscheidung der EU von einem beschleunigten auf ein Regelverfahren mit einer gründlicheren Umweltprüfung umgestellt. Jetzt macht die Stadt Nägel mit Köpfen: In den kommenden Tagen werden im Bereich der Flurstraße Bodenuntersuchungen durchgeführt, heißt es in einer Mitteilung an die Presse. Diese dienen dazu, „die Baugrundverhältnisse für eine mögliche Wohnbebauung zu überprüfen“. Ein von der Stadt beauftragtes Unternehmen werde Rammkernsondierungen und Versickerungsversuche durchführen.

Bebauungsplan wird erstellt

Stadt Dinslaken, die städtische Din Fleg und das beauftragte Planungsbüro ISR aus Düsseldorf erarbeiten derzeit gemeinsam „ein städtebauliches Konzept für den Planbereich“, so die Stadt: „Die Erkenntnisse aus den bereits vorliegenden Gutachten zu Klima, Verkehr und Artenschutz fließen dabei in die Planung ein.“ Parallel dazu werde der Entwurf zum Bebauungsplan Nr. 343 erstellt.
Über das städtebauliche Konzept und die nächsten Schritte im Verfahren werd in einer öffentlichen Veranstaltung informiert. Genauere Informationen sollen folgen. Im laufenden Planverfahren werde es darüber hinaus weitere Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten geben.

Die Stadt hatte die Anwohner erstmals im November 2022 über die geplante Wohnentwicklung an der Flurstraße und das Planverfahren informiert. Rund 120 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen. In der Folge gründete sich die Bürgerinitiative „Grüne Lunge Eppinghoven“.

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Der BUND hat die Planungen kritisiert, weil die Bebauung innerhalb einer Frischluftschneise geplant sei. Anwohner und Politiker forderten, den Masterplan Grün abzuwarten. Der steht allerdings heute noch nicht.

Der Verkehr an der Flurstraße werde durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt, so die Stadt. (aha)