Die CDU Hünxe hat am Freitag im Schützenhaus Gartrop-Bühl bei der Aufstellungsversammlung festgelegt, wer bei der Kommunalwahl im September 2025 für sie in das Rennen um den Einzug in den Gemeinderat gehen soll. Neben der Wahl der Direktkandidaten für die Wahlkreise ging es bei der Aufstellungsversammlung unter der Leitung des CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Bernd Chronz auch um die Reihung auf der Reserveliste. Zudem wurden Ersatzbewerber festgelegt.

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Nicht mehr zur Wahl antreten werden mit Ingrid Meyer und Wilhelm Windszus zwei langgediente und erfahrene CDU-Ratsmitglieder. Insgesamt waren 36 Wahlberechtigte zu der Aufstellungsversammlung gekommen. Bevor sie ihre Stimme abgaben und so die Kandidaten und Kandidatinnen für die jeweiligen Wahlbezirke zur Wahl des Hünxer Gemeinderats bestimmten, bekam jeder Bewerber die Gelegenheit, sich und sein Programm vorzustellen.

Mit 29 Jahren ist Carolin Walbrodt aus Hünxe-Bruckhausen die Jüngste im Bunde. Die Mutter von drei Kindern möchte als Ratskandidatin ihre politischen Interessen mit einem Hauptfokus auf den Themen Energie, Wärme, Kinderbetreuung und Schule verfolgen.

Familienvater Klemens Hoffmann hofft auch auf einen Platz im Gemeinderat. Ursprünglich aus Duisburg stammend, lebt er seit fast sieben Jahren in Hünxe und erklärt seine Sicht auf Kommunalpolitik folgendermaßen: „Ich möchte dem Dorf, in dem ich mich wohlfühle, etwas zurückgeben. Das kann man meiner Meinung nach am besten in der Politik durch eigenes Mitwirken.“ Die Interessensfelder des Lehrers sind dabei Bildung und Digitalisierung.

Im Gegensatz zur 42-jährigen Andrea Dase-Blumenroth, die schon in der JU Vorsitzende gewesen ist, hat Andreas Einig erst vor anderthalb Jahren angefangen, sich in der CDU zu engagieren.

Versammlung der CDU Hünxe: Fast alle Bewerber wurden einstimmig gewählt

Unter den Bewerbern sind sechs, die auch aktuell schon im Gemeinderat vertreten sind. „Die Politik ist einfach mein Steckenpferd“, sagt Egon Beckmann. Ebenso meint der zweite stellvertretende Bürgermeister Andreas Preuß: „Einmal geht noch.“ Die CDU-Laufbahn von Ernst Daubenspeck begann 2003 und die 64-jährige Rezia Mols ist seit 20 Jahren im Gemeinderat. Zu den Erfahrensten gehört auch der Fraktionsvorsitzende Dr. Michael Wefelnberg, für den es bereits die sechste Kommunalwahl ist. Der 65-jährige ist sich sicher: „Wir werden die SPD diesmal schlagen, da bin ich fest überzeugt!“

Das Ergebnis der Aufstellung zur Kommunalwahl fiel eindeutig aus. Fast alle Bewerber wurden mit 36 Ja-Stimmen angenommen, lediglich bei Anika Zimmer war neben 35 Ja-Stimmen eine Nein-Stimme dabei. Aufgestellte Kandidaten für die Kommunalwahl im September sind nun Andreas Einig, Rezia Mols, Carolin Walbrodt, Ernst Daubenspeck, Andrea Dase-Blumenroth, Andreas Preuß, Dr. Michael Wefelnberg, Bernd Chronz, Klemens Hoffmann, Heiko Kremer, Sarah Beckmann, Egon Beckmann und Anika Zimmer.

Wir werden die SPD diesmal schlagen, da bin ich fest überzeugt!

Dr. Michael Wefelnberg, Fraktionsvorsitzender der CDU Hünxe

„Manche Kandidaten werden noch eine Wahlvorstellung machen“, sagte Kreistagsmitglied Arnd Cappell-Höpken. „Die Leute haben aber auch schon einen gewissen Bekanntheitsgrad durch Mitwirkung in örtlichen Vereinen“, ergänzte Bernd Chronz. Auf die Frage, wann die Vorbereitungen auf die Kommunalwahl beginnen, hat er eine klare Antwort: „Wir sind schon mittendrin.“ Generell würde das Thema die CDU Hünxe das ganze Jahr über begleiten. Die besonders intensive Phase beginnt schließlich nach den Sommerferien. Ab da wird es wieder einmal pro Woche den CDU-Talk in einer Hünxer Gaststätte geben. „Unser Sommerfest soll auch dazu genutzt werden, um die Bürger anzusprechen“, erklärte Bernd Chronz.

Aufwind der Bundes-CDU motiviert Basis in Hünxe noch einmal mehr

Von dem momentanen Aufwind der Bundes-CDU sind die Mitglieder begeistert. „Das motiviert natürlich, uns da nochmal mehr zu engagieren“ sagte Arnd Cappell-Höpken. Bezüglich des Bundestagswahlkampfes meinte Bernd Chronz: „Wichtig ist, dass die CDU stark ist.“ Koalitionen sind möglich. Komplett ausgeschlossen ist nichts – außer eine Zusammenarbeit mit der AfD: „Das Programm passt mit unserem gar nicht zusammen“, stellte Chronz klar.

Sascha van Beek, CDU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Wesel 1, ergriff bei der Aufstellungsversammlung auch das Wort und sprach über die Dringlichkeit einer „Wende in der Migrationspolitik“.
Sascha van Beek, CDU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Wesel 1, ergriff bei der Aufstellungsversammlung auch das Wort und sprach über die Dringlichkeit einer „Wende in der Migrationspolitik“.© FUNKE Foto Services | Markus Joosten

So ist auch Migration immer wieder Thema des Abends. Sascha van Beek, aktueller Bundestagskandidat für den Wahlkreis Wesel 1 – dazu gehören die Kommunen Alpen, Hamminkeln, Hünxe, Kamp-Lintfort, Rheinberg, Schermbeck, Sonsbeck, Voerde, Wesel und Xanten – meinte: „Wir brauchen dringend eine Wende in der Migrationspolitik.“ Man müsse zwischen Arbeits- und Asylmigration und irregulärer Migration, die gestoppt werden müsse, differenzieren. „Deutschland ist ein Einwanderungsland. Aber das Ganze funktioniert nur, wenn wir irreguläre Migration bekämpfen“, sagte van Beek.

Bernd Chronz betonte zum Schluss der Versammlung die Bedeutung hinter den detailreichen Prozessen und ist von der Notwendigkeit der genauen Wahlprozeduren überzeugt: „Weil wir in einer Demokratie leben. Und darüber sollten wir froh sein.“