Auf dem Bürgersteig an der Bahnhofstraße vor der Pauluskirche haben sich schon 45 Minuten vor dem Finale der großen Erinnerungsaktion viele Menschen versammelt. „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“, steht auf einem Transparent. Jener Satz, den der Weltkirchenrat auf seiner Gründungsversammlung im Jahr 1948 formuliert hat, ist nur eine der Botschaften, die an diesem Tag des Gedenkens an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren in Voerde gesendet werden. Der kleine Chor der Pauluskirche – allesamt Frauen – singt das Lied „Die Gedanken sind frei“. Einige von ihnen tragen an einem Band Schilder um den Hals, auf denen „Frieden“ in unterschiedlichen Sprachen geschrieben steht.
Das Gedenken in Voerde mobilisiert Jung und Alt
Diesen Gedanken weiterzugeben und sich dafür auf der 1,7 Kilometer langen Strecke zwischen dem Soldatenfriedhof an der Friedhofstraße und dem Mahnmal Buschmannshof an der Straße „Am Kindergarten“ an die Hand zu nehmen – dafür sind die vielen Menschen an diesem 8. Mai nach Voerde gekommen. Nach und nach füllen sich an der Strecke die Bürgersteige. Es ist eine Veranstaltung, die Jung und Alt gleichermaßen mobilisiert. Familien mit kleinen Kindern sind genauso dabei wie Ältere, die geheingeschränkt und auf einen Rollator oder einen Krankenfahrstuhl angewiesen sind.

Hedwig (66), Maria (74) und Monika (69) stehen am Kreisverkehr Alexanderstraße/Bahnhofstraße. Die drei haben sich verabredet, zusammen zu der Veranstaltung zu gehen. Sie wollen für den Frieden einstehen, gemeinsam ein Zeichen setzen. Die Idee, dafür eine Menschenkette zu bilden, finden sie sehr gut. Es gehe darum, auf diesen Jahrestag, auf dessen Bedeutung aufmerksam zu machen. Man könne von Glück sprechen, dass in diesem Land so lange Frieden herrsche. Sie hätten Söhne, die vielleicht, wenn sie woanders leben würden, „in den Krieg ziehen müssten“.
Aktuelles aus Dinslaken und Umgebung
Dinslaken: Einbrecher spionieren Häuser aus – worauf man achten soll
Dinslaken: Larissa leidet an seltener Krankheit – „hatte sehr viel Glück“
Hünxe: Traditioneller Weihnachtsmarkt in Krudenburg: Was Besucher erwartet
Voerde: Wichtige Ampel für Einmündung Breiter Deich: Wann der Bau starten soll
Dinslaken/Voerde/Hünxe: Geht den Betrieben in den drei Kommunen der Nachwuchs aus?
Nur wenige Meter entfernt vom Standort der drei Frauen, die aus Hünxe und Friedrichsfeld nach Voerde gekommen sind, wird an einer Aussage des neuen und alten Bundesverteidigungsministers Boris Pistorius still mit Transparenten Anstoß genommen. „Wenn sie sagen: ‚Deutschland muss kriegstüchtig werden!‘ meinen sie Deine Kinder“, steht auf einem Banner der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“ geschrieben.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen gemeinsam ein starkes Zeichen für den Frieden, als sie sich gegen 17 Uhr die Hand reichen. Auf der Bahnhofstraße zwischen Kreisverkehr und der Einmündung zur Straße „Am Kindergarten“ ist das Geläut der Glocken der Pauluskirche als Signal dafür nicht oder nur sehr leise zu hören, dort geschieht der Lückenschluss etwas verzögert. Markus Gehling, Pastoralreferent der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul, wird dies später damit erklären, dass der Wind offensichtlich ungünstig stand und zudem das Gotteshaus „relativ niedrig“ liegt. Unter seiner und der Federführung von Ideengeberin Marlies Wellmer hat ein großer Kreis an Akteuren auf den Tag der großen Menschenkette am 80. Jahrestag „Ende des Zweiten Weltkrieges“ hingearbeitet.
Auch Menschen aus der Ukraine sind in Voerde unter den Teilnehmern
Für ein paar Minuten kommt um kurz nach 17 Uhr der Verkehr im Bereich des Kreisverkehrs Alexanderstraße/Bahnhofstraße zum Stehen. Nach einigen Minuten fangen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an zu klatschen. Unter ihnen sind auch Menschen aus der Ukraine, wo seit dem Angriff Russlands im Februar 2022 bis heute ein grausamer Krieg tobt. In Voerde haben sie im März desselben Jahres ein neues Zuhause, haben sie Schutz gefunden, sagt ein Mann. Seither waren sie nicht mehr in ihrem Heimatland.

Täglich (außer Samstag)
Dinslaken-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
„Ich habe mir sagen lassen, die Kette war geschlossen“, erklärt Marlies Wellmer später auf dem Gelände der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul am Akazienweg, wo im Anschluss ein Friedensfest gefeiert wird und sich zunächst Bürgermeister Dirk Haarmann an die Menschen wendet. Die Ideengeberin der Menschenkette spricht dem Voerder Friedensbündnis, in dem alle „an einem Strang gezogen haben“, und den Menschen, die mitgemacht, sich an die Straße gestellt und „Frieden von Hand zu Hand weitergegeben haben“, einen großen Dank aus. Sie hatte sich vorher gedacht: „Wenn 500, 600 Leute kommen, bin ich zufrieden, wenn 1000 kommen, bin ich glücklich und wenn mehr als 1000 kommen, bin ich überglücklich.“ Letzteres dürfte nun der Fall sein. Auch ihr enger Mitstreiter Markus Gehling ist „glücklich, zufrieden und ein bisschen gerührt sogar“.
Wenn 500, 600 Leute kommen, bin ich zufrieden, wenn 1000 kommen, bin ich glücklich, und wenn mehr als 1000 kommen, bin ich überglücklich.“
Marlies Wellmer, Ideengeberin der Menschenkette in Voerde, über ihre Gedanken im Vorfeld der Aktion.
Bürgermeister Dirk Haarmann zeigt sich „überwältigt“ von der großen Resonanz, spricht von einem „wunderbaren Bild“, das sich an der Wegstrecke gezeigt habe. „Neben der Erinnerung steht unsere Dankbarkeit an diesem Tage im Vordergrund – Dankbarkeit für 80 Jahre Frieden und Freiheit in Deutschland und in weiten Teilen Europas“, erklärt Haarmann. Dieser über acht Jahrzehnte stabile Frieden habe allerdings nur funktioniert, „weil die damaligen westlichen Siegermächte die Weitsicht hatten, dass nur Vergebung und partnerschaftliche Zusammenarbeit einen langfristigen Frieden sichern können. Welch große Leistung war es damals, Deutschland die Hand zu reichen und der transatlantischen und europäischen Freundschaft den Weg zu ebnen“, erinnert Haarmann.
- Die NRZ Dinslaken auf Whatsapp: Hier kostenlos den Kanal abonnieren
- Die NRZ Dinslaken auf Facebook: Hier kostenlos die Seite abonnieren
- Die NRZ Dinslaken auf Instagram: Hier kostenlos die Seite abonnieren
Es bedürfe gewaltiger Anstrengungen, diesen Frieden zu erhalten, mahnt Haarmann und erwähnt dabei „lieb gewonnene und gewohnte Selbstverständlichkeiten“ wie etwa die „unerschütterliche Allianz zwischen den USA und Europa“. Diese stünden auf dem Spiel, was eine unsichere Zukunft beschere. Auch wenn die aktuelle Lage in Europa Anlass zur Sorge gebe „und wenn Aufrüstung das einzige probate Mittel zu sein scheint, Frieden zu sichern: Eigentlich sagt uns der gesunde Menschenverstand, dass nur Entspannung, Abrüstung und der Dialog der wahre Weg zum Frieden sind. Dies funktioniert nur leider erst dann, wenn alle Seiten dies so sehen. Wir stehen also auch hier in der Hoffnung, dass uns dies gelingen möge“, sagt Haarmann, der für einen weiteren Gedanken viel Applaus erntet: „Was könnte man alles erreichen, wenn die Rüstungsausgaben sinnvoller dort eingesetzt werden, wo die eigentlichen Ursachen für Konflikte liegen. Man könnte gleichzeitig die auch bei uns sichtbaren Folgen deutlich reduzieren.“
So berichtete die NRZ bisher
Mit einer außergewöhnlichen Mitmachaktion wird am 8. Mai in Voerde an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren erinnert. Viele Monate haben Akteure aus mehr als 20 Organisationen auf dieses Ereignis hingearbeitet, in wenigen Tagen nun ist es soweit: Dann soll sich in Voerde zwischen dem Soldatenfriedhof an der Friedhofstraße und dem Mahnmal Buschmannshof an der Straße Am Kindergarten eine Menschenkette bilden und damit ein starkes Zeichen für den Frieden gesetzt werden.
2000 Teilnehmende müssten für das Gelingen des Lückenschlusses in Voerde dabei sein
Damit auf dem 1,7 Kilometer langen Abschnitt der Lückenschluss auf ganzer Länge gelingt, müssen sich am Donnerstag, 8. Mai, um die 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einfinden und sich gleichmäßig entlang der Route verteilen. Die Organisatoren der Aktion unter der Federführung von Ideengeberin Marlies Wellmer, frühere Sprecherin der bis 2001 existierenden Friedensgruppe Voerde, und Pastoralreferent Markus Gehling von der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul Voerde haben Handzettel mit wichtigen Informationen für die Protestierenden erarbeitet.
Insgesamt gibt es 16 Anlaufpunkte, an denen sich die Teilnehmer am 8. Mai ab 16 Uhr einfinden mögen. Dort stehen jeweils zwei Ordner, die an Armbinden erkennbar sind. Sie haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich die Teilnehmer „gut auf der Strecke verteilen“. Eine Grafik auf dem Handzettel zeigt, wo sich die 16 Anlaufpunkte befinden. „Die Menschenkette bildet sich auf den Bürgersteigen und zwar jeweils auf der Seite, wo die Ordnerpunkte eingezeichnet sind“, heißt es auf dem Handzettel. Eine Stunde später, um 17 Uhr, werden die Voerder Kirchenglocken läuten. Es ist das Signal dafür, dass sich die Menschenkette schließt. Straßen und Einfahrten sollen erst um Punkt 17 Uhr gesperrt werden – und dies nur solange, wie die Glocken läuten. Die Organisatoren bitten, auf Hinweise der Polizei zu achten.
Darüber hinaus gibt es klare Anweisungen, was während der Veranstaltung nicht gezeigt werden soll: keine Partei- und keine Nationalfahnen. „Wir möchten diese Aktion nicht verzwecken lassen“, sagen die Organisatoren. Banner für den Frieden dagegen sind erwünscht – unter der Voraussetzung, dass sie der Aktion keinen anderen Sinn geben als den „Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit, Selbstbestimmung der Völker, Dankbarkeit für 80 Jahre Frieden, Gedenken an die Opfer des Krieges und Gedenken an die Opfer des NS-Terrors“. Und noch etwas gilt es zu beachten: Die Stangen für Transparente dürfen nach Polizeivorgabe nicht länger als 100 Zentimeter sein, nicht aus Kunststoff, Hartholz oder Metall bestehen und nicht angespitzt sein.
Das übergreifende Motto der Reihe in Voerde lautet „Frieden weitergeben“
Die Menschenkette, die für etwa fünf Minuten geschlossen wird, ist das große Ereignis innerhalb einer Reihe von Veranstaltungen in Voerde zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren. Das übergreifende Motto lautet „Frieden weitergeben“. Die Botschaft wird schon im Vorfeld der Mitmachaktion über eine Ausstellung transportiert – zu sehen in den Voerder Kirchen und in den Moscheen in Möllen und Friedrichsfeld sowie in einigen Geschäften in der Innenstadt. „Gesichter des Friedens“ stellt zehn Menschen vor, für die das Wort Krieg kein abstrakter Begriff ist. Sie haben ihn selbst erlebt – und sie alle setzen sich auf ihre Art und Weise für den Frieden ein. So fasst die Initiative Pro Peace den Inhalt ihrer Plakatausstellung zusammen.
Wir wären heute gesellschaftlich anders aufgestellt, wenn es uns gelungen wäre, den Friedensgedanken in die Hirne zu pflanzen.
Marlies Wellmer hatte die Idee, in Voerde anlässlich des Jahrestages ,Ende Zweiter Weltkrieg‘ zur Bildung einer Menschenkette einzuladen.
Das Logo für die Menschenkette in Voerde hat Wilfried Porwol gestaltet. Der Klever Künstler engagiert sich seit Jahren für den Frieden und gegen den Faschismus, kämpft gegen das umstrittene Kriegerdenkmal mit Hitlerzitat in Kalkar, das 1936 auf Betreiben der NSDAP und des Nazi-Amtsbürgermeisters errichtet worden war. Mehrfach hat Porwol es besprüht, stand dafür auch vor Gericht. Auf dem von ihm gestalteten Logo für die Menschenkette in Voerde hat er den Voerder Vogel zur Friedenstaube werden lassen, der wie zum Schutz seine Flügel über den Namen der Stadt und die Menschen, die sich an die Hand nehmen, hebt.
Auch interessant
Pastoralreferent Markus Gehling hat sich am Freitag auf den Weg nach Köln gemacht, um dort die „Friedensglocke Chorweiler“ abzuholen und leihweise nach Voerde zu bringen. Sie wurde beim Guss mit den Handabdrücken von fünf Kindern aus fünf Erdteilen geschmückt, die in dem Stadtteil leben, und soll „die Sehnsucht der Menschen nach Frieden symbolisieren“, heißt es in der Beschreibung. Menschen aus mehr als 100 Nationen leben in Chorweiler Tür an Tür. Die transportable und ausleihbare Friedensglocke, die per Hand geläutet wird, soll auch während der Menschenkette in Voerde dabei sein. Entweder fahrenderweise oder nur an einer Stelle postiert, wie Markus Gehling erklärt.
„Wir wollen erinnern an die 80 Jahre Frieden in diesem Land, die wir als selbstverständlich hingenommen haben, und dafür unsere Dankbarkeit ausdrücken“, bringt Marlies Wellmer ein Ziel der großen Aktion am 8. Mai auf den Punkt. Die Lehrerin im Ruhestand setzt sich schon seit Jahrzehnten für den Frieden ein, nahm in den 1980er Jahren an Demos gegen die geplante Aufrüstung – Stichwort Nato-Doppelbeschluss – teil.
Anlaufstelle und weitere Ausstellung
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird am 8. Mai mit mobilen Stationen in der Menschenkette und einer Zentrale an der Pauluskirche vertreten sein. Wer gesundheitliche Probleme hat, kann sich ans DRK unter Telefon 01511/5190897 oder 112 wenden.
Die 13 bisherigen Friedensnobelpreisträgerinnen werden vom 5. bis 16. Mai in einer Ausstellung im Katharina-von-Bora-Haus, Rönskenstraße 77, vorgestellt. Den Abschluss markiert am 16. Mai ein Vortrag über Bertha von Suttner. Beginn ist um 19 Uhr. Es referiert Angela Klein-Kohlhaas, Veranstalterinnen sind die Gleichstellungsstelle Voerde und die AG Frauen Lokale Agenda 21 Voerde.
Der viel zitierte Satz von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius („Wir müssen kriegstüchtig werden“) löst bei ihr entsprechend viel Unbehagen aus. Sie beklagt ein aus ihrer Sicht „großes Versäumnis“ der vergangenen Jahrzehnte: „Wir wären heute gesellschaftlich anders aufgestellt, wenn es uns gelungen wäre, den Friedensgedanken in die Hirne zu pflanzen“, ist sie überzeugt. Und wer könne sich mehr über die aktuelle Weltlage freuen als die Rüstungsindustrie? „Die verdient sich eine goldene Nase“, sagt Wellmer, die sich für ihre Sicht der Dinge mitunter auch den Vorwurf anhören muss, naiv zu sein.
Im Anschluss an die Menschenkette wird in Voerde ein Friedensfest gefeiert
Marlies Wellmer würde sich wünschen, erklären zu können, warum sie so denkt: „Es ist immer gut, die Perspektive des anderen einzunehmen.“ Sie vermisst die Bereitschaft in der Gesellschaft, dies zu tun. Für die Mitmachaktion wünscht sie sich, dass „Voerde sich ganz bunt und lebendig zeigt, dass die Menschen mit offenen Gesichtern zeigen, wofür sie stehen – für Demokratie, Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden und Freude“. Markus Gehling findet es mit Blick auf den Kreis derer, die sich für das Gedenken anlässlich des 80. Jahrestages „Ende des Zweiten Weltkriegs“ einbringen, schön zu sehen, „dass ganz unterschiedliche Akteure das zusammen können – vom sozial motivierten Friedensfreund bis hin zum frommen Christen“.
Unterstützt wird das Friedensbündnis auch von Bürgermeister Dirk Haarmann. Er lädt zur Teilnahme ein und appelliert, „gemeinsam ein Zeichen für den Frieden zu setzen“ in einer Zeit, in der „die Welt nichts anderes zu kennen scheint als hochzurüsten“. Auch die Mitglieder des Stadtrates hatte Haarmann Anfang April aufgerufen, dabei zu sein.
Nachdem sich die Menschen am 8. Mai um 17 Uhr die Hand gereicht haben, beginnt auf dem Gelände der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul am Akazienweg ein Friedensfest. „Denn: Dieser Jahrestag ist ein Grund zum Feiern. Deutschland wurde vor 80 Jahren auch vom Nationalsozialismus befreit“, erklären die Organisatoren.





