Großes Polizeiaufgebot am Dienstag, 6. Mai, in Dinslaken: Im Rahmen eines direktionsübergreifenden Schwerpunkteinsatzes haben die Beamten der Kreispolizeibehörde Wesel gemeinsam mit Kräften der Bereitschaftspolizei Gelsenkirchen Kontrollen in der Innenstadt durchgeführt.

In der Zeit zwischen 11 und 20 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte rund 150 Personen, erhoben 86 Verwarngelder und leiteten vier Straf- und elf Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. In den meisten Fällen handelte es sich dabei aber nicht um Diebstähle oder Ähnliches, wie Polizeisprecher Peter Reuters betont, sondern um nicht zugelassene E-Scooter oder solche, die kein Kennzeichen führen.

Die Kontrollen wurden im Rahmen der sogenannten „Bekämpfung der bürgerbelastenden Kriminalität“ durchgeführt. Wie Reuters erläutert, werden in diesem Zusammenhang beispielsweise Jugendgruppen verstärkt kontrolliert. Gerade im Bereich des Bahnhofs, des Parks und auch der Dinslakener Neutor-Galerie gebe es mit dieser Personengruppe öfter mal Probleme, führt der Sprecher aus.

Gewaltbereitschaft von Jugendlichen hat zugenommen

Im vergangenen Sommer berichtete die NRZ beispielsweise über einen Fall von vier Jugendlichen, die zwei behinderte Menschen und ihre Betreuerin am hellichten Tag in der Innenstadt angegriffen haben. Dass die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen zugenommen hat bestätigt auch die im März vorgestellte Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2024 für den Kreis Wesel.

Sie zeigt, dass die Kriminalität an Schulen, speziell die sogenannten Rohheitsdelikte (Raub, räuberische Erpressung, Körperverletzung, Stalking, Nötigung und Bedrohung), weiter zugenommen hat. Und das auch in Dinslaken (36 Taten angezeigt, Vorjahr: 41). Dem Negativtrend entgegenwirken, wollen Kreis und Polizei nun unter anderem mit einem Symposium in Zusammenarbeit mit Schulen und den Jugendämtern, hieß es bereits im März bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Kriminalitätsstatistik.