Bevor sich am späten Mittwochnachmittag an der Friedhofstraße, der Bahnhofstraße und der Straße Am Kindergarten Menschen die Hand reichten, so eine Kette bildeten und ein starkes Zeichen für den Frieden setzten, gingen am Morgen insgesamt rund 750 Grundschulkinder mit gutem Beispiel voran. Sie verwandelten den Rathausplatz in einen Ort der Zuversicht und Gemeinschaft.

Auf dem Rathausplatz in Voerde läutete pünktlich um 10 Uhr die Friedensglocke Chorweiler

Alle Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule, der Grundschule Friedrichsfeld und der Regenbogenschule Möllen fanden sich zur großen, gemeinsamen Friedensaktion auf dem Rathausplatz ein. Es war ihr Beitrag zur Voerder Veranstaltungsreihe in Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges. Am 80. Jahrestag wurde zwischen dem Soldatenfriedhof und dem Mahnmal Buschmannshof eine 1,7 Kilometer lange Menschenkette gebildet, die ein großer Kreis an Akteuren unter der Federführung von Ideengeberin Marlies Wellmer und Markus Gehling, Pastoralreferent der Kirchengemeinde St. Peter und Paul Voerde, organisiert hatte.

Pünktlich um 10 Uhr läutete die aus Chorweiler ausgeliehene Friedensglocke auf dem Rathausplatz das Programm der Friedensaktion ein und verlieh der Veranstaltung einen feierlichen Auftakt. Sie wurde beim Guss mit den Handabdrücken von fünf Kindern aus fünf Erdteilen geschmückt, die in dem Kölner Stadtteil leben, und soll „die Sehnsucht der Menschen nach Frieden symbolisieren“.

Der Klang der Friedensglocke Chorweiler mahnte zur Achtsamkeit und kündigte einen Vormittag voller inspirierender Beiträge an. Alle drei Grundschulen präsentierten Bühnenbeiträge und ein vielfältiges Programm. Das selbstkomponierte Friedenslied sorgte für einen weiteren Gänsehautmoment. In seiner Rede fasste Bürgermeister Dirk Haarmann das Anliegen der Aktion zusammen. „Die Kinder der Stadt Voerde senden eine klare Botschaft: Freundschaft, Toleranz und Frieden sind mehr als Worte – wir leben sie. Jeder von uns, ob jung oder alt, hat hier heute seinen Teil dazu beigetragen.“ Mit diesen Worten würdigte er das Engagement aller Beteiligten und unterstrich, dass die Stadt Voerde fest zusammenstehe.

Voerder Grundschulen danken Eltern, Polizei, Ordnungsdienst und dem DRK

Einen herzlichen Dank sprechen die drei Grundschulen den 100 Eltern aus, die als freiwillige Helferinnen und Helfer den reibungslosen Ablauf sicherten, sowie den Einsatzkräften von Polizei, Ordnungsdienst und Deutschem Roten Kreuz, die für Sicherheit und Erste Hilfe sorgten. Ohne diese Unterstützung wäre eine Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht realisierbar gewesen, erklären die drei Grundschulen in einer Pressemitteilung.

Die gemeinsame Friedensveranstaltung zeige eindrücklich, „wie die Schulgemeinschaft der drei Voerder Grundschulen und die gesamte Stadtgesellschaft Hand in Hand ein sichtbares Zeichen für ein respektvolles Miteinander setzen können“.