Die Podiumsdiskussion des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) war die erste und wohl auch die einzige Diskussion vor der Kommunalwahl am Sonntag, 14. September, bei der alle Dinslakener Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten auf einem Podium zusammenkamen: Allerdings gab es bei der Veranstaltung in der Ernst-Barlach-Gesamtschule Auseinandersetzungen der Kandidaten auf der Bühne, die nun ein Nachspiel haben.

„Ehrverletzend“, „respektlos“ und „befremdlich“

Als „ehrverletzend“, „respektlos“ und „befremdlich“ bezeichnet die Linke den Umgang mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Dieter Holthaus. SPD-Bürgermeisterkandidat Simon Panke hatte Holthaus - wie berichtet - vorgeworfen, die Öffentlichkeit in Sachen Stadtwerke-Millionen zu „veräppeln“. Stefan Walko, Kandidat der UBV, habe sogar von „lügen“ gesprochen, dies aber danach zurückgenommen - „der Versuch, Bürger:innen gezielt irrezuführen, bleibt jedoch bestehen“, findet die Linke. „Es bleibt festzuhalten: Die Kandidaten versuchen mit respektlosen und befremdlichen Mitteln, Erstwähler:innen zu manipulieren – Mittel, die einem Bürgermeister unwürdig sind“, so Sprecher Detlef Fuhg.

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Dieter Holthaus hatte mehrfach vorgetragen, dass der Rat der Stadt Dinslaken im Herbst 2023 auf die Ausschüttung der Millionen-Gewinne der Stadtwerke an die Stadt verzichtet habe und dass dadurch die Stadt in die vorläufige Haushaltssicherung geführt worden sei. Nur Linke und FDP hätten damals dagegen gestimmt. Die Linke hatte beantragt, 30 Millionen Euro bei der Stadt zu belassen. „Die Verantwortung für den Verzicht auf die 76 Millionen Euro aus dem Steag-Verkauf liegt eindeutig bei den Mehrheitsfraktionen“, so die Linke.

Wer im Wahlkampf mit Unwahrheiten arbeitet, verspielt Vertrauen

Detlef Fuhg, Linke

Detlef Fuhg: „Es ist skandalös, wie hier versucht wird, die Realität zu verfälschen und einen engagierten und ehrlichen Mitbewerber wie Dieter Holthaus allein aus wahltaktischen Gründen als Lügner darzustellen“, sagt Detlef Fuhg und wirft den Betreffenden nun seinerseits Lügen vor: „Wer im Wahlkampf mit Unwahrheiten arbeitet, verspielt Vertrauen“.

Wie die Diskussion bei einigen jungen Leuten ankam, sehen Sie im Instagram-Video im Text (externen Link freischalten). (aha)