Nach dem Mord an einer 52-jährigen Frau aus Voerde, die am 7. Februar vor ihrer Haustür an der Hugo-Mueller-Straße in Friedrichsfeld erstochen wurde, fahndet die Polizei Duisburg nun nach einem weiteren Tatverdächtigen – der eigentlich bereits im Zuge der Ermittlungen in Untersuchungshaft gesessen hat, aber zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.
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Zunächst ging die Staatsanwaltschaft von einem „Mord aus Heimtücke aus“. Das habe sich jedoch im Laufe der Ermittlungen geändert. Mittlerweile gehe die Anklage von einem mutmaßlichen Auftragsmord aus. Bereits im Februar wurden vier Männer im Alter zwischen 34 und 47 Jahren festgenommen, die mit der Tat in Verbindung gebracht wurden.
Anstifter des Mordes an der Voerderin soll laut Anklage der Lebenspartner des Opfers gewesen sein
Gemeinsam sollen sie die 52-jährige Frau vor ihrer Haustür mit einem Messer erstochen haben. Das Opfer sei dabei arglos und wehrlos gewesen. Spaziergänger fanden die Frau daraufhin vor dem Wohnhaus. Sie starb trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort. Für die Ermittler blieb der Fall zunächst rätselhaft, die Täter waren unerkannt entkommen.
Doch nur nach wenigen Wochen kamen die Fahnder auf die Spur der vier Männer. Anstifter für die Tat soll laut Anklage der 47 Jahre alte Lebenspartner des Opfers gewesen sein, so eine Sprecherin des Landgerichts Duisburg. Er habe den Ermittlungen zufolge seinen 43 Jahre alten Bruder zu dem Mord angestiftet – und ihm erzählt, dass seine Partnerin durch ihre Arbeit bei einem Juwelier nach Feierabend manchmal Gold und Bargeld im Wert von mehr als 100.000 Euro bei sich habe.
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Der 43-Jährige wiederum soll zwei 36 und 34 Jahre alte Männer engagiert haben, die den Raubmord ausführen sollten. Die beiden hätten die 52-Jährige mehrere Wochen lang beobachtet und ausspioniert. Am 7. Februar sollen die Täter die Voerderin schließlich abgepasst haben. Der 36-Jährige soll der 52-Jährigen laut Anklage dabei unvermittelt von hinten in den Rücken gestochen und ihr Herz getroffen haben. Das Opfer sei in kürzester Zeit verblutet. Als Beute hätten sie ein Smartphone und knapp 2500 Euro Bargeld mitgenommen.

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Knapp zwei Wochen nach der Tat hatten Spezialkräfte alle vier Männer festgenommen, sie kamen in Untersuchungshaft. Doch der Verdacht gegen den 43-Jährigen, der die beiden Auftragskiller angeheuert haben soll, erhärtete sich zunächst nicht. Deshalb sei er auf Antrag der Staatsanwaltschaft auch wieder auf freien Fuß gekommen, so die Gerichtssprecherin.
Die Polizei fahndet öffentlich mit einem Foto nach dem Tatverdächtigen
Nun, sieben Monate nach dem Mord, fahndet die Polizei öffentlich mit einem Foto nach dem 43-Jährigen, den die Staatsanwaltschaft inzwischen wieder für dringend verdächtig hält. Bei dem Mann handelt es sich um den türkischen Staatsangehörigen Gökhan Eryener.
Wer Hinweise zu dem Tatverdächtigen oder dem Aufenthaltsort machen kann, soll sich bitte an die Polizei Duisburg wenden. Entweder per Telefon unter 0203/2800 oder per Mail an poststelle.duisburg@polizei.nrw.de.
Wann der Prozess nun vor dem Landgericht Duisburg beginnt, ist noch unklar. Die zuständige Kammer habe noch nicht über die Eröffnung des Verfahrens entschieden. (mit dpa)





