Der Hünxer Marktplatz wird umgebaut und gleicht momentan einer Mondlandschaft. Sowohl der Straßenbelag als auch die Pflasterung wurden entfernt. Stattdessen begrüßen Schotter und Erde die Besucher. Und das ist ein Problem, besonders für Menschen, die ohnehin nicht so gut zu Fuß sind.
Kritik von Seiten der CDU
Das kritisierten gegenüber der Verwaltung gleich zwei Parteien aus dem Hünxer Gemeinderat. „Die notwendigen Erneuerungsmaßnahmen am Hünxer Marktplatz stellen für Menschen mit Gehbehinderung und ältere Menschen eine echte Herausforderung dar“, schreibt CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Michael Wefelnberg in einer Pressemitteilung. Die Passage von den Geschäften über die Alte Dinslakener Straße bis zum Marktplatz sei für Menschen, die unsicher auf den Beinen oder auf eine Gehhilfe angewiesen sind, nur unter Gefahr zu überwinden.

Die CDU fragte daher bei der Gemeindeverwaltung nach, ob die Passage durch eine breite Gummimatte erleichtert werden könnte, solange die Fahrbahndecke nicht wiederhergestellt ist. „Die CDU – Fraktion erwartet daher von der Verwaltung eine praktikable Lösung im Sinne der betroffenen Mitbürger“, so Michael Wefelnberg.
SPD stellte Fragen im Ausschuss
Das Thema der besonderen Einschränkungen am Marktplatz griff auch die SPD auf: Neben älteren Menschen und Personen mit Mobilitätseinschränkungen hätten hier auch Eltern mit Kinderwagen von Hindernissen und schwierigen Wegen berichtet, so die SPD-Fraktion.
Mit dem Rollstuhl von der Sparkasse Richtung Rewe zu kommen, ist ein Abenteuer. Offene Stellen und große Pflastersteine erschweren den Weg, gerade für Menschen mit Gehhilfe oder Rollator
Dominique Freitag, Die stellvertretende Vorsitzende der Hünxer SPD ist auf einen Rollstuhl angewiesen und kann aus eigener Erfahrung berichten, wie schwierig das Fortkommen am Marktplatz derzeit ist.
„Mit dem Rollstuhl von der Sparkasse Richtung Rewe zu kommen, ist ein Abenteuer! Offene Stellen und große Pflastersteine erschweren den Weg, gerade für Menschen mit Gehhilfe oder Rollator“, schildert Dominique Freitag, die stellvertretende Vorsitzende der Hünxer SPD. „Wir sind überzeugt: Eine Baustellengestaltung mit weniger Risiken für Fußgänger und Radfahrer ist möglich.“ Die SPD hatte dazu entsprechende Fragen mit in den Haupt-, Finanz- und Liegenschaftsausschuss eingebracht.
Deckschicht soll für bessere Querung sorgen
Die Verwaltung reagierte auf die von den beiden Parteien vorgebrachten Anliegen: Zwischen Volksbank und Sparkasse soll eine sogenannte Feindecke, also eine durchgängige Deckschicht, aufgetragen werden. Dadurch soll die Querung für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Eltern mit Kinderwagen erleichtert werden. Diese einfache Straßendecke soll zeitnah geschaffen werden. Bis zum 12. September war dies jedoch noch nicht erfolgt. Auch auf Höhe des Rewe-Eingangs soll später eine solche Fahrbahndecke aufgetragen werden. Nach Abschluss der Arbeiten stünden dann zwei barrierearme Querungen zur Verfügung.

Bei der ausführenden Baufirma würden derzeit Personalprobleme bestehen, sodass zurzeit nur zwei Bauarbeiter für Pflasterarbeiten zur Verfügung stehen, so die Auskunft der Verwaltung. Die Gemeindeverwaltung ist im engen Austausch mit der Firma und bemüht, die Arbeiten unterstützend voranzubringen. Die Verzögerungen an der Baustelle hatten bereits dazu geführt, dass ein Teil der Honigkirmes in diesem Jahr auf die Wiese neben dem Dorfteich ausweichen muss. Das könnte nun aber von Vorteil sein: Dadurch, dass es keine Unterbrechung der Bauarbeiten wegen der Honigkirmes geben wird, könnte die verlorene Zeit aufgeholt werden.
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Sitzbänke am Rathausplatz wurden überarbeitet
Die SPD hatte bei der Verwaltung angefragt, wie es mit der Bushaltestelle am Rathaus weitergeht. Eigentlich hatte der Rathausplatz ebenfalls umgestaltet werden sollen und die Haltestelle soll mittelfristig verlegt werden. Allerdings waren die Bänke schon seit längerer Zeit in keinem guten Zustand mehr, was schon zuvor Gegenstand von Anfragen an die Gemeinde war.

„Falls sich die Verlegung weiter verzögert, sollten wir zumindest über eine Erneuerung der vorhandenen Bänke sprechen“, so Henning Henze, von der SPD. Hier hat die Gemeinde mittlerweile allerdings nachgebessert. Das Holz der Sitzbänke wurde erneuert, sodass man hier jetzt wieder gut sitzen kann, während man auf seinen Bus wartet.

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Bis die Bauarbeiten in der Ortsmitte vorbei sind, werden sich die Hünxer Bürger allerdings noch etwas gedulden müssen: Die Fertigstellung der Pflasterung auf dem Marktplatz ist derzeit für Mai 2026 geplant. Eigentlich sollten auch der Rochecorboner Platz vor dem Rathaus, und der Bereich um den Dorfteich neugestaltet werden. Wegen einer drastischen Erhöhung der Baukosten hatte die Politik diese Projekte allerdings vorerst zurückgestellt.





