Vereins- und Dorffeste sind Herzstücke des Zusammenlebens in einer Flächengemeinde wie Hünxe. Sie stiften Identität, bringen Generationen zusammen und sorgen dafür, dass vor Ort etwas los ist – an ihrer Durchführung hat die Gemeinde ein elementares Interesse.

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Zugleich steigen die Kosten: Neben Sicherheitsauflagen wie Absperrungen, Sicherheits- und Sanitätsdiensten und Brandschutzwachen, schlagen auch allgemeine Betriebs- und Fixkosten immer stärker zu Buche. Jan Scholte-Reh und der SPD-Fraktionsvorsitzende Horst Meyer schlagen deshalb einen gemeindlichen Veranstaltungsfond vor, der ab dem Haushaltsjahr 2026 starten soll.

Kosten für beliebte Events steigen an

„Sicherheit ist Pflicht – aber die Last darf nicht allein beim Ehrenamt liegen. Trotzdem steigen die Kosten für die Durchführung beliebter Events und Festlichkeiten immer weiter“, weiß Jan Scholte-Reh aus vielen Gesprächen als langjähriger Vize-Bürgermeister.

„Ich bin selbst mit Leidenschaft in verschiedenen Vereinen und Projekten aktiv. Unser Vorschlag hilft dort, wo Vereine als Veranstalter die verpflichtenden Betriebskosten, insbesondere durch verstärkte Sicherheitsauflagen kaum noch stemmen können.“ Damit sollen Schützen- und Dorffeste, Kirmes, Weihnachtsmärkte, Konzerte oder Sportturniere weiterhin sicher, wirtschaftlich und gemeinschaftlich stattfinden. Für viele Vereine wäre dies eine echte Entlastung.

Genaue Kriterien und Evaluation

Horst Meyer macht die Leitplanken deutlich: „Der Fond fokussiert auf verpflichtende Posten – etwa Absperrungen, Sicherheits- und Sanitätsdienste sowie brandschutzrechtliche Vorgaben.“ Nicht umfasst sein sollen programmatische Ausgaben wie Gagen, Werbung, Gastronomie oder allgemeine Vereinskosten.

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Wichtig: Eine Erstattung erfolgt nachträglich und anteilig, wenn trotz erzielter Einnahmen die Pflichtkosten wirtschaftlich nicht darstellbar waren. „Nach dem ersten Jahr evaluieren wir die Wirkung für die Vereine als Veranstalter und für die Besucher, die von lebendigem Dorfleben profitieren“, führt Meyer weiter aus.

Bis zu 50.000 Euro aus Gemeindemitteln

Die beiden SPD-Politiker setzen auf ein einfaches, transparentes Verfahren mit klaren Kriterien, die vor dem Start gemeinsam mit Vereinen, Verwaltung und Politik festgelegt werden sollen. Je nach Bedarf könnte der Veranstaltungsfond stufenweise bis auf 50.000 Euro aufgestockt werden. Ziel sei es, ehrenamtlich getragene Feste wirksam zu entlasten und das Dorfleben in allen Ortsteilen dauerhaft zu stärken.