Die Baustelle am Marktplatz ist derzeit für viele Hünxer ein Ärgernis, wie diverse Beiträge in den sozialen Medien belegen. Die Parkmöglichkeiten auf dem Platz sind aktuell deutlich eingeschränkt und die Alte Dinslakener Straße gleicht zurzeit eher einer Geröllwüste als einem Verkehrsweg. Schon öfter gab es deswegen Beschwerden. Auch Kommunalpolitiker wendeten sich an die Verwaltung.

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Mittlerweile macht die Baustelle auf dem Marktplatz sichtbare Fortschritte. Die Pflasterung auf der Fläche nimmt Gestalt an. Und ein kleines Manko wurde bereits beseitigt: Die Baufirma hat zwischen Sparkasse und Volksbank einen Übergang über die Straße geschaffen, der es auch weniger mobilen Menschen wieder erlaubt, die Straße ohne Stolpergefahr zu überqueren.

Stein von der Baustelle auf Abwegen

Doch kaum ist die eine Problemstelle an der Baustelle beseitigt, tut sich ein anderes Problem auf. Anwohner Stephan Schilke entdeckte vor seiner Haustüre einen Steinbrocken, der vermutlich durch Bauarbeiten oder Fahrzeuge von der Baustelle in Richtung seines Hauses geschleudert worden war. Für Stephan Schilke war dies der Anlass, einen Beitrag bei Facebook zu verfassen.

Marktplatz Hünxe Baustelle
An den Randbereichen der Baustelle an der Straße finden sich einige freiliegende größere Steine. Ein solcher landete vor der Tür von Stephan Schilke.© NRZ | Florian Langhoff

Er sorgte sich dabei nicht primär um eine mögliche Beschädigung des Putzes an der Hauswand. Es trieb ihn eine andere Sorge um: „Die Steine fliegen über den Bürgersteig“, merkt er an. „Muss wirklich erst ein Mensch verletzt oder sogar schwer verletzt werden?“, fragt er in seinem Beitrag und stellt die Frage, welchen Schaden ein solches „Geschoss“ wohl am Kopf eines Kindes anrichten könnte. Seine Hauptforderung: Die Gemeinde solle bitte dafür sorgen, dass auf der Baustelle Schrittgeschwindigkeit gefahren werden müsse, um solche Gefahren zu vermeiden.

Tempolimit an der Baustelle soll kommen

Die Gemeindeverwaltung reagierte prompt. „Wir haben bereits eine Reduzierung der Geschwindigkeit beantragt, die zeitnah eingerichtet werden soll“, erklärt Klaus Stratenwerth, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Die Verwaltung habe auch unabhängig vom Facebook-Beitrag bereits über eine Geschwindigkeitsbegrenzung nachgedacht und diese beantragt. „An der Stelle haben wir jetzt schon Tempo 30 und selbst das kann man da eigentlich gerade nicht fahren“, erklärt Klaus Stratenwerth.

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Die Verwaltung möchte mit der Baufirma klären, woher der Stein stammt und wie künftig verhindert werden kann, dass Steine auf Gehwege oder vor Häuser geschleudert werden. Ansonsten seien die Anwohner auch immer dazu eingeladen, an der wöchentlichen Baubesprechung vor Ort teilzunehmen, um Probleme anzusprechen. „Es ist richtig, dass solche Themen da zur Sprache kommen und das wollen wir auch so“, betont Klaus Stratenwerth.