An der Kommunalwahl am 14. September haben noch 57,93 Prozent der Wahlberechtigen teilgenommen. Bei der Stichwahl am Sonntag, 28. September, waren es nicht mehr so viele. Die Stadt hat die Wahlbeteiligung mit 38,51 Prozent. Das sagt Wahlsieger Simon Panke, der ab 1. November Bürgermeister ist, zu diesen Zahlen. Und er äußert einen Vorschlag in Richtung Landesregierung.

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In einigen Wahlbezirken (WB) war das Interesse an der Stichwahl recht hoch, in anderen konnten die Wahlberechtigten nicht zu einem erneuten Urnengang motiviert werden. Die Werte liegen zwischen 18,15 (WB 7, Jugendheim St. Marien) und 51,98 Prozent im WB 21 (Pfarrheim St. Johannes). Insgesamt gibt es 22 Wahlbezirke in Dinslaken. Auffallend ist, dass es in den WB 6 bis 8 die niedrigsten Werte gegeben hat: Klaraschule: 23,20 Prozent; Jugendheim St. Marien: 18,15 Prozent sowie Feuer- und Rettungswache: 22,58 Prozent. In den meisten Dinslakener Wahlbezirken haben zwischen 30 und 45 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben.

Simon Panke ist neuer Bürgermeister in Dinslaken.
Simon Panke ist neuer Bürgermeister in Dinslaken.© Privat

„Ich hätte auf jeden Fall gerne eine höhere Beteiligung gehabt“, kommentiert Wahlsieger Simon Panke diese Zahlen. „Ich muss aber gestehen, dass ich schlimmeres befürchtet hatte. Ich kann mich an eine Stichwahl erinnern, an der sich nur rund 25 Prozent der Wähler beteiligt hatten.“

Seine Befürchtung war, dass die Wahlbeteiligung deutlich geringer hätte ausfallen können. „Das war jetzt mit 38 Prozent kein Ruhmesblatt, aber für eine Stichwahl ist das Ergebnis nicht ungewöhnlich“, so Panke, der einen Vorschlag in Richtung Landesregierung äußert. Seiner Ansicht nach wäre es sinnvoll, wenn vielleicht das Land NRW den Zeitraum bis zur Stichwahl ein bisschen verlängern würde. „Anstatt zwei Wochen zwischen Kommunalwahl und Stichwahl liegenzulassen, vielleicht auf drei Wochen zu gehen. Wir haben jetzt gesehen, dass es logistisch eine große Aufgabe für die Stadtverwaltung war, in relativ kurzer Zeit so viele Briefwahlunterlagen vorzubereiten und zu versenden.“

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Und man müsse bedenken, dass man nicht so wie früher davon ausgehen könne, dass die abgeschickten Briefe mit den Wahlunterlagen nach zwei Tagen wieder bei der Stadt eintreffen. „Wir wissen, dass es durchaus mehr Tage sein können. Deswegen glaube ich, es wäre ganz gut, wenn das Land NRW hier noch mal aktiv wird.“