Manchmal muss Mama in die Klinik – sie ist dann oft traurig. Was ist los? Mama hat ja keinen Verband am Arm oder Fuß? „Wenn der Vater oder die Mutter an einer psychischen Erkrankung leiden, dann ist die ganze Familie betroffen“, schreibt der Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel in einer Pressemitteilung an die Redaktion. Was nach außen oft unsichtbar bleibt, prägt den Alltag der Kinder in der Familie auf tiefgreifende Weise. Die Kinder haben oft viele Fragen.
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Im Alltag zeigt sich die psychische Erkrankung nicht immer offensichtlich. Kinder spüren aber sehr genau, wenn es Vater oder Mutter nicht gut geht. Viele Betroffene können nicht offen und für die Kinder verständlich über psychische Belastungen oder psychische Erkrankungen sprechen. Es fehlen die richtigen Worte. Es wird aus Scham und Angst vor Stigmatisierung geschwiegen.
Gemeinsam über das Thema reden, schützt die Kinder, erklärt der Caritasverband in seiner Mitteilung: „Die Kinder brauchen den Raum, um Fragen zu stellen und brauchen ehrliche Antworten und keine Geheimnisse. Sie brauchen Erwachsene, die sich trauen, mit ihnen über schwierige Themen zu sprechen.“
Die Kinder brauchen den Raum, um Fragen zu stellen und brauchen ehrliche Antworten und keine Geheimnisse. Sie brauchen Erwachsene, die sich trauen mit ihnen über schwierige Themen zu sprechen.
schreibt der Caritasverband , für die Dekanate Dinslaken und Wesel
Häufig fehlen Betroffenen Informationen über ihre Erkrankung und Hilfen. Manchmal erfordere es auch weitergehende Hilfen für die betroffenen Eltern und Kinder. „Hierbei unterstützen wir die Familien durch Information und Vermittlung an die passenden Hilfsangebote“, so der Caritasverband.

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Bei den ambulanten Hilfen des Caritasverbandes handelt es sich um ein familienergänzendes Angebot der Jugendhilfe. Kinder und Jugendliche werden im gewohnten Umfeld der Familie begleitet, mit dem Ziel diese in ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen und die Nutzung der vorhandenen Stärken und Ressourcen zu fördern.
Eltern psychisch erkrankt? Die ambulante Jugendhilfe in Dinslaken bietet eine Anlaufstelle für die Kinder
Insgesamt hält die ambulante Jugendhilfe (Siegfriedstraße 36, in Dinslaken) an die 20 verschiedenen Hilfen vor, die neben den verschiedenen Einzelfallhilfen auch Gruppenangebote für Kinder und Jugendhilfe bereithalten: „In der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle des Caritasverbandes für die Dekanate Dinslaken und Wesel unterstützen wir die Eltern in der Beziehung zu Ihren Kindern. Gemeinsam nähern wir uns mit Ihnen als Eltern kindgerecht und häufig auch spielerisch den Themen der Familie an.“
In der Kindergruppe Rappelkiste, die der Verband in seiner Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle (Kurfürstenring 2, in Wesel) anbietet, machen Kinder die Erfahrung, dass sie nicht alleine sind und lernen voneinander. Sie lernen über psychische Erkrankung zu sprechen und erleben sich kompetent.
Beratungsstelle des Fachbereiches seelische Gesundheit sitzt in Dinslaken
Bei Fragen zur psychischen Erkrankung bietet die Kontakt- und Beratungsstelle des Fachbereiches seelische Gesundheit (Duisburger Straße 101, in Dinslaken) des Caritasverbandes für die Dekanate Dinslaken und Wesel einen ersten Anlaufpunkt für das Thema an.
In der Beratungsstelle können Betroffene und oder deren Angehörige im geschützten Gespräch nach vorheriger Terminabsprache Beratung in Anspruch nehmen, die sich nach ihrem individuellen Bedarf ausrichtet. Zu den möglichen Themen gehören unter anderem: aktive Krisenbewältigung, Begleitung bei Alltagsproblemen und Klärung sozialrechtlicher Fragen. Unterstützung in Bezug auf weiterführende Hilfen wie z.B. Kontakte zu Ärzten, Kliniken, anderen sozialen Diensten. Vermittlung weiterführender sozialpsychiatrischer Hilfen.
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„Verschiedene offene Treffs bieten ihnen die Möglichkeit, Ihre Freizeit mit anderen Menschen zu verbringen, sich auszutauschen und ihrem Tag so eine Struktur zu geben. Die Angebote sind für alle Menschen offen, die kommen möchten“, lädt der Caritasverband ein.
Durch eine enge Vernetzung und das Kennen der unterschiedlichen Hilfemöglichkeiten, können „sehr schnell und passgenaue Hilfen, sowohl innerhalb als auch außerhalb unseres Verbandes herstellen“.
Kontakt und Beratungsstelle Tel.: 02064/449351, Ambulante Jugendhilfe Tel: 02064/49165, Erziehungsberatungsstelle Tel: 0281/33830.







