Zusammenfassung
- In Hünxe kam es erneut zum Waldbrand, dieses Mal an der Gahlener Straße, der von der Feuerwehr am Dienstagabend gelöscht wurde.
- Das trockene Wetter erhöht laut Experten aktuell die Waldbrandgefahr, weshalb offenes Feuer und Rauchen streng verboten sind.
- Die Ursache der Brände ist weiterhin unklar, zuletzt gab es im Hünxer Wald Ärger wegen illegaler Grillstellen.
In Hünxe hat es erneut in einem Waldstück gebrannt. Nur drei Tage, nachdem die Feuerwehr einen Brand am Buschweg löschte, wurde sie deswegen wieder alarmiert. Dieses Mal brannte ein Waldstück an der Gahlener Straße. Der Landesbetrieb warnt vor der erhöhten Waldbrandgefahr im Frühling.

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Wie beim ersten Brand wurde die Feuerwehr in den Abendstunden alarmiert. Autofahrer hatten den dichten Rauch an der Gahlener Straße bemerkt. Am Dienstag um 18.46 Uhr rückten die Einsatzkräfte unter dem Stichwort „Grasbrand“ aus. Vor Ort trafen sie auf eine circa 80 Quadratmeter große Fläche, die in Brand geraten war. Das Feuer hatte sich auf das Unterholz ausgebreitet. Mit zwei Strahlrohren löschten die Einsatzkräfte den Brand und kontrollierten anschließend, ob noch Glutnester zu finden sind. Die Gahlener Straße blieb für circa 45 Minuten komplett gesperrt.

Laut Feuerwehr-Sprecher Tim Hinterreiter waren es die ersten größeren Einsätze in diesem Jahr. Vor zwei Wochen habe es bereits einen Vegetationsbrand gegeben. In den Sommermonaten seien Einsätze im Waldgebiet üblich. „Für uns startet jetzt die Saison.“
Waldbrandgefahr: NRW aktuell auf Stufe 3
Liegt es am aktuell trockenen Wetter? Der Landesbetrieb Wald und Holz in NRW erklärt auf Nachfrage das Phänomen: „Eine erhöhte Waldbrandgefahr im Frühjahr ist nichts Ungewöhnliches“, so eine Sprecherin. „Trockene Winde aus Ost/Südost, die ersten längeren Perioden mit warmem und trockenem Wetter treffen auf teilweise noch nicht oder nicht voll belaubte Bäume und viel trockenes, organisches Material auf dem Waldboden. Das führt auch aktuell dazu, dass die Lage gut beobachtet werden muss.“ Nicht jedem sei zudem bewusst, dass die Gefahr auch im Frühling schon steigen könne – und nicht erst im Sommer, wenn die Hitze spürbar ist.
Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes untermauert die Aussage. NRW wird größtenteils mit der Gefahrenstufe 3 ausgewiesen, ab Stufe 4 herrscht eine hohe Gefahr. Darunter fallen momentan viele Waldgebiete in Bayern.

Der Landesbetrieb weist vor dem Hintergrund noch einmal auf wichtige Regeln hin: Offenes Feuer ist verboten, Kraftfahrzeuge dürfen nur auf befestigten Wegen fahren – und zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt ein striktes Rauchverbot. Auch Zigaretten sollten tunlichst nicht in die Landschaft geworfen werden. Zuletzt hatte es im Hünxer Wald Ärger wegen illegaler Mountainbike-Strecken gegeben. Unbekannte hatten dabei auch Grillstellen mitten im Wald angelegt.
Feuerwehr bereits am Samstagabend im Einsatz
Fast zur selben Zeit war die Feuerwehr am Samstagabend zu einem Waldbrand in Drevenack ausgerückt. Ein circa 45 Quadratmeter großes Waldstück an den Straßen Buschweg und Fasanenweg war in Brand geraten.
Auch in diesem Fall hatte sich das Feuer beim Eintreffen der Einsatzkräfte auf das Unterholz ausgebreitet. Schnell organisierten die Feuerwehrleute eine Kübelspritze und Löschrucksäcke. Nachdem das Feuer gelöscht war, kontrollierten sie mit einer Wärmebildkamera, ob noch weitere Glutnester entstehen. Nach einer Stunde war der Einsatz beendet.








