Wenn der Alarm eingeht, fackeln die Feuerwehrleute und die Rettungssanitäter nicht lange. Sie wissen, dass Menschen in Not sind und ihre Hilfe benötigen. So war es auch am Mittwochmorgen, als die Helfer gegen 7.38 Uhr in die Hagenstraße alarmiert worden waren. David Marten, Leiter der Dinslakener Feuerwehr, hat am Tag nach dem schrecklichen Unfall die Ereignisse aus Sicht der Feuerwehr zusammengefasst.

Mehr aus Dinslaken,Voerde und Hünxe

Alle Nachrichten aus Dinslaken, Voerde und Hünxe lesen Sie hier. +++ Abonnieren Sie unseren Newsletter per Mail oder folgen Sie uns bei Whatsapp, Instagram und Facebook +++

Aufgrund der Meldung der Leitstelle, dass es sich um zwei schwer verletzte Kinder handelte, sei neben dem Rettungsdienst der gesamte hauptamtliche Abmarsch an die Einsatzstelle entsendet worden. Vor Ort ging es darum, sich um die verletzten Personen zu kümmern. Zahlreiche Rettungsdienstkräfte und mehrere Notärzte waren am Unfallort. Ersthelfer hatten vor deren Eintreffen bereits Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet.

Psychologische Betreuung für Zeugen und Helfer

Nachdem die Patienten, zwei Kinder und eine Autofahrerin, zügig in umliegende Krankenhäuser transportiert worden waren, kümmerten sich die Helfer um Menschen, die den Unfall beobachtet hatten, und die sich um die beteiligten Personen gekümmert hatten. Sie wurden zunächst von der Feuerwehr in einem nahegelegenen Kiosk betreut. Anschließend ist ihnen angeboten worden, sie zu einer psychosozialen Betreuung in der Hauptwache zu bringen. Aber auch für die Einsatzkräfte standen Ansprechpartner bereit, um das Erlebte zu verarbeiten.

„Nach dem Einsatz wurden die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst auf der Feuer- und Rettungswache Hünxer Straße durch die Regieeinheit des Kreises Wesel zur Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte, kurz PSU-Team, betreut“, berichtet Marten. Dank der Einsatznachsorge konnten viele Kolleginnen und Kollegen ihren Dienst aufrechterhalten. Dienstfreie Kräfte übernahmen einige Dienste und Kameradinnen und Kameraden des Löschzuges Stadtmitte besetzten Fahrzeuge.

Diese Abteilungen waren im Einsatz

Die Feuerwehr unterstützte über den Tag die psychosoziale Betreuung/Seelsorge für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an zwei Schulen. Das PSU-Team war abends noch einmal an der Einsatzstelle, um Einsatzkräften Hilfe anzubieten. In Bezug auf den Einsatz Hagenstraße/Feldstraße waren der Rettungsdienst, der hauptamtliche Abmarsch, der Löschzug Stadtmitte der freiwilligen Feuerwehr, der Rettungsdienst der Feuerwehr Duisburg, die Polizei, die Krankenhäuser, die Kreisleitstelle Wesel, das PSU-Team des Kreises Wesel und Notfallseelsorger im Einsatz.

Täglich (außer Samstag)

Dinslaken-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Am Donnerstag war wieder das PSU-Team zur psychosozialen Unterstützung auf der Feuer- und Rettungswache, um den eingesetzten Kollegen Gesprächsangebote zu machen.

Unterstützung bei einer Bombenentschärfung in Moers

Nicht nur der Unfall beschäftigte die Helfer. Um kurz vor 11 Uhr wurden Kräfte der Feuerwehr Dinslaken für die Bombenentschärfung in Moers alarmiert. Auf der Hauptwache wurde ein Bereitstellungsraum für den Verband eingerichtet. Fahrzeuge der Feuerwehr, des DRK Dinslaken-Voerde-Hünxe und der Maltester Wesel fuhren dann nach Moers und die Helfer unterstützten bei der Evakuierung des Bethanien Krankenhauses. Es war ein langer Einsatz. Wie Marten berichtet, seien einige Kräfte erst in den frühen Morgenstunden zurückgekehrt.

Ferner wurden zwei Führungskräfte der Feuerwehr von 20.30 bis 1 Uhr in die Einsatzleitung des Kreises Wesel entsendet. Sie besetzten dort Stabsfunktionen.