Der frühere „Paradiesstrand“ hat bei Google plötzlich seinen alten Namen zurück: Kurz nachdem die Stadt Düsseldorf Mitte August ein generelles Badeverbot im Rhein erlassen hat, hat sie den Strandabschnitt am Hafen bei Google in „Rheinstrand“ umbenennen lassen. Mit dem alternativen Namen sollte verhindert werden, dass mit der Beschreibung „Paradies“ ein irreführendes Bild gezeichnet wird.

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Seit dieser Woche aber ist der alte Name „Paradiesstrand“ bei Google und Google Maps wieder da – mit einem kleinen Unterschied: Er heißt nun „Der Paradiesstrand“ und ist als Wandergebiet gekennzeichnet. Die Stadtverwaltung findet das „bedauerlich“ und strebt laut eines Stadtsprechers eine erneute Umbenennung an. „Wir sind hierzu mit Google im Austausch“, erklärt er.

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Die Bezeichnung „Paradiesstrand“ war nie offiziell, sondern hat sich über die Jahre für den Abschnitt zwischen Rheinkilometer 742 und 743 eingebürgert. „Sie verleitet Besucherinnen und Besucher auch von weiter weg einen Tag dort am und im Rhein zu verbringen – klingt Paradiesstrand doch nach bewachtem Badevergnügen“, so der Sprecher. Der „Paradiesstrand“ mit seinem feinen Sand und den schattigen Plätzen unter den Bäumen ist ein beliebtes Ausflugsziel bei Einheimischen und Touristen. Bei Google hat der Strand eine Bewertung von 4,4 von 5 Sternen bei knapp 1000 Bewertungen.

Auch Infos zum „Paradiesstrand“ sollen bei Google geändert werden

Nicht nur der Name soll wieder geändert, auch die weiteren Informationen sollen korrigiert werden. Noch steht bei Google nämlich, dass der Strandabschnitt ein wunderbarer Ort zum Baden sei. In der kurzen Beschreibung heißt es immer noch: „Strand am Rheinufer mit Blick auf die Skyline, im Sommer ein beliebter Ort zum Baden, Grillen und Volleyballspielen.“

Diese Beschreibung wird bei Häufung automatisiert aus den Nutzerkommentaren generiert, erklärt der Sprecher der Stadt weiter. Aber ein Paradies ist der Rhein hier ganz sicher nicht: Mindestens zwei Menschen sind diesen Sommer am Düsseldorfer Paradiesstrand ins Wasser gegangen und ertrunken. Die Gefahren des Rheins werden hier besonders unterschätzt: Der Fluss macht hier eine Kurve, die Strömungsgeschwindigkeit ist höher. Schiffe fahren nah am Ufer vorbei.

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Die im Google-Eintrag hinterlegte Website führt trotz der Umbenennung weiterhin zu einer städtischen Seite, die auf das Badeverbot und das Bußgeld von bis zu 1000 Euro hinweist. Auch in den jüngsten Rezensionen warnen einige Nutzerinnen und Nutzer vor den Gefahren: „Bitte geht hier nicht schwimmen! Es ist wegen der Sogwirkung sehr gefährlich und endet schnell tödlich!“, schreibt jemand. Ein anderer kommentiert: „Die Strömung ist extrem tückisch, auch wenn es harmlos aussieht. Immer wieder kommt es hier zu tragischen Unfällen.“

Die Stadt zieht bislang ein positives Fazit zum Badeverbot. „Unser am 14. August eingeführtes Badeverbot wirkt und stößt auf breite Akzeptanz. Bei bis zu 150 Ansprachen täglich bekommen die Kolleginnen und Kollegen vor Ort überwiegend Zuspruch“, sagt der Stadtsprecher.