Der Flughafen Düsseldorf zieht eine positive Bilanz für das Jahr 2025. Mit mehr als 21 Millionen Passagieren habe man fünf Prozent mehr Reisende gehabt als im Vorjahr, wie die Geschäftsführung bei der Vorstellung der Jahreszahlen am Donnerstag erklärte. Damit liege NRWs größter Flughafen über dem Schnitt aller deutschen Flughäfen (plus 3,5 Prozent).

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Auch sonst sprachen die Geschäftsführer von einem „starken Geschäftsergebnis“. Dank schwarzer Zahlen habe man in die Qualität, Infrastruktur und Nachhaltigkeit des Flughafens investieren und Schulden abbauen können. Zu den Investitionen gehört auch die neue Hauptfeuerwache, die am Wochenende eingeweiht wird. Dennoch steht der Flughafen in diesem Jahr vor großen Herausforderungen.
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Wartezeiten sinken: Schnellerer Check-in am Düsseldorfer Airport
„Dass wir im zweiten Jahr in Folge um rund eine Million Passagiere wachsen, ist ein starkes Zeichen für die Attraktivität unseres Airports“, sagte Lars Redeligx, Vorsitzender der Flughafengeschäftsführung. „Für uns ist das Bestätigung und Auftrag zugleich. Wir wollen den Menschen, die sich für Düsseldorf entscheiden, nicht nur ein starkes Streckennetz bieten, sondern ein Flughafen-Erlebnis, das durch Qualität, Verlässlichkeit und Service überzeugt.“
Dazu gehöre auch, dass man die Wartezeit an Check-in und Sicherheitskontrollen reduziert habe. In den vergangenen Jahren hatte es vor allem zu Stoßzeiten immer wieder große Probleme mit langen Wartezeiten gegeben. Aktuell würden 86 Prozent der Passagiere in unter 10 Minuten einchecken, so Redeligx. Mehr Automatisierung erleichtere den Prozess.
Noch liege man unter den Rekordständen von vor der Pandemie, als der Düsseldorfer Flughafen 2019 25,5 Millionen Passagiere zählte. Mit aktuell 57.600 Reisenden pro Tag, an Spitzentagen mehr als 80.000, sei man jedoch auf einem guten Weg, so die Geschäftsführung.

Die Zahl der Starts und Landungen stieg von 2024 von 155.600 auf 159.900. Die Reiselust der Menschen bleibe hoch, „trotz anspruchsvoller wirtschaftlicher und geopolitischer Rahmenbedingungen“.
Die meisten Passagiere seien Privatreisende. „Gefragt sind sowohl Urlaub am Meer als auch Städtereisen sowie Besuche bei Freunden und Verwandten.“ Im Flugplan für den kommenden Sommer bieten von Düsseldorf aus mehr als 60 Fluggesellschaften Flüge zu über 160 Zielen in rund 50 Ländern an. Besonders stark nachgefragt bleiben die klassischen Urlaubsländer Spanien, die Türkei, Griechenland und Italien.
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Gewinn steigt deutlich – Schulden sinken trotz Investitionen
Auch in den Geschäftszahlen zeige sich das positive Wachstum. So habe die Flughafen Düsseldorf GmbH den Jahresüberschuss um rund 50 Prozent auf 20,2 Millionen Euro gesteigert. Gleichzeitig habe man 94,6 Millionen Euro investiert und die Schulden um rund 37 Millionen Euro reduzieren können. Bis Ende 2026 werde man das Corona-Darlehen, das der Flughafen vom Land NRW bekommen hatte, vollständig abbezahlen können, kündigte Pradeep Pinakatt, kaufmännischer Geschäftsführer des Flughafens, an.
„Wir wachsen, wir investieren und wir tun dies auf einer soliden wirtschaftlichen Grundlage“, sagte Pinakatt. Dass man trotz des „herausfordernden Marktumfelds“ die Zahlen steigern und Schulden abbauen konnte, sei ein „starkes Signal“ an die Mitarbeitenden des Flughafens sowie Stadt und Region.
Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, die der Flughafen im vergangenen Jahr mit dem „Masterplan 2045“ formuliert hatte, wolle man auch weiterhin investieren. In den kommenden 20 Jahren sollen rund 1 Milliarde Euro in Infrastruktur, Nachhaltigkeit, operative Exzellenz und Aufenthaltsqualität fließen.

Krieg im Iran: Flughafen Düsseldorf fehlen aktuell 100.000 Fluggäste
Doch den Krieg im Nahen Osten bekomme man auch in Düsseldorf zu spüren: Rund 100.000 Gäste im Monat würden dadurch aktuell fehlen. Ein Minus von eben jenen fünf Prozent, die man gerade erst gewonnen hatte. „Wir sind natürlich betroffen und denken an die Menschen in der Region. Wir haben uns mit unseren Partnern ausgetauscht, wann welche Flüge wieder möglich sind“, sagte Redeligx. Darunter sei aktuell die Verbindung in die jordanische Hauptstadt Amman. Die Verbindung zu den Drehkreuzen Abu Dhabi, Dubai und Doha sei noch gestört, da diese Flughäfen noch angegriffen werden.
Allerdings gebe es auch nach Dubai wieder einen Flug am Tag. Dennoch bleibe die Lage unklar. Von den 54 Flügen pro Woche, die von Düsseldorf in den Nahen Osten starteten, könne man aktuell nur ein Drittel anbieten. Die eigenen Ziele für das laufende Jahr wolle man trotz des Krieges im Iran aber nicht nach unten schrauben, stellte Redeligx klar.
„Das Ziel für 2026 ist das gleiche Wachstum wie letztes Jahr. Wir wollen zum dritten Mal in Folge 1 Million Passagiere mehr haben“, so der Flughafen-Vorstand. Die meisten Fluggäste, die von Düsseldorf zu Drehkreuzen wie Dubai, Doha oder Abu Dhabi fliegen, seien Umsteiger, die nach Indien, Australien oder Ostasien reisen. Daher mache man sich weniger Sorgen darüber, wie attraktiv der Tourismus in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Katar auch nach einem Ende des Krieges im Iran sei.





