Ein moderner Bau aus Beton und mit vielen Glasflächen, hellen Innenräumen und jeder Menge Hightech – so lässt sich die neue Hauptfeuerwache des Düsseldorfer Flughafens wohl am besten beschreiben. An diesem Wochenende soll das neue Prunkstück des Airports eingeweiht werden, und bereits jetzt sprechen Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Pradeep Pinakatt, kaufmännischer Geschäftsführer, voller Stolz von der „modernsten, nachhaltigsten und besten“ Feuerwache Europas.

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Die neue Wache der Flughafenfeuerwehr sei ein „Symbol des Anspruchs des Flughafens“, so die beiden Chefs. Diesen Anspruch hatte der Airport mit dem Titel „Destination of Excellence“ bereits im „Masterplan 2045“ formuliert, in dessen Rahmen der Flughafen weiterentwickelt werden soll. In den kommenden 20 Jahren wolle man rund 1 Milliarde Euro investieren. Die 65 Millionen Euro für die neue Hauptfeuerwache sind bereits ein Teil davon.
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Flughafenfeuerwehr will jeden Einsatzort in 120 Sekunden erreichen
Mit diesen Ansprüchen an die eigene Exzellenz im Hinterkopf ist es auch kein Zufall, so Flughafen-Chef Redeligx, dass man die neue Wache kurz vor dem 30. Jahrestag des verheerenden Brandes am Flughafen am 11. April 1996 eröffne. Man habe sich dem Ziel verschrieben, dass so etwas nie wieder passieren kann.

Bei der Brandkatastrophe vor drei Jahrzehnten kamen 17 Menschen ums Leben, 88 wurden verletzt. Entfacht wurde das Feuer damals bei Schweißarbeiten, breitete sich als Schwelbrand in der Decke des Terminals aus und brach schließlich in einem sogenannten „Flashover“ hervor.
Anders als damals will die Flughafenfeuerwehr heute in der Lage sein, innerhalb von maximal 180 Sekunden jeden Ort des Geländes erreichen und mit Löscharbeiten beginnen zu können. „Unser Anspruch sind aber 120 Sekunden“, sagt Sven Prieß, Leiter der Flughafenfeuerwehr. Dafür seien am Flughafen immer 43 Einsatzkräfte vor Ort. Sechs davon in der kleineren Wache im Nordteil des Flughafens, der Rest wird die neue Hauptwache beziehen. Insgesamt verfügt die Flughafenfeuerwehr über rund 200 Einsatzkräfte.

Diese seien aktuell noch damit beschäftigt, zu üben, welche Wege durch die rund 14.000 Quadratmeter der Hauptwache am schnellsten zu den Einsatzfahrzeugen führen. Im unteren Geschoss gibt es 27 Plätze für den Fuhrpark der Feuerwehr. Das Flaggschiff: Der „Panther“, ein knapp 1,5 Millionen Euro teures Löschfahrzeug, das tausende Liter Wasser über mehr als 92 Meter schießen kann.
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Neue Wache bietet moderne Zentrale und umfangreiche Ausstattung
Der Bau der Wache selbst sei in relativ kurzer Zeit abgeschlossen worden, erklärt Projektleiterin Anna Begic. „Wir haben den Rohbau in knapp 12 Monaten hochgezogen.“ Während in der dritten Etage noch die Decke fertiggestellt wurde, habe man im Untergeschoss bereits mit Innenarbeiten beginnen können. „Von der Statik her ist das Gebäude auch so konzipiert, dass man theoretisch noch eine vierte Etage bauen könnte, wenn das mal benötigt wird.“

Herzstück der neuen Wache ist die Leitzentrale, die sich die Feuerwehr mit dem Sicherheitsdienst des Flughafens teilt. Zudem gibt es eine Sporthalle, Fitnessräume, Umkleiden, Schlafplätze und eine Kantine. „Hier kochen wir auch selbst“, sagt Feuerwehr-Chef Prieß. Externes Personal werde dagegen im Sportprogramm eingesetzt. Hierfür komme eigens ein Sportdozent, um täglich zwei Stunden an der Fitness der Einsatzkräfte zu arbeiten, so Prieß.
Für die körperliche Fitness der Feuerwehrleute habe man auch extra eine Atemschutzübungsstrecke in der Wache gebaut, sagt Projektleiterin Begic. Darin müssen sich die Einsatzkräfte in voller Atemschutzmontur in dunkler Umgebung einen Weg durch den Raum bahnen, um Einsatzszenarien zu üben.






