Die Temperaturen klettern wieder nach oben, am Wochenende soll zum ersten Mal in diesem Jahr die 30-Grad-Marke erreicht werden. Für viele Menschen in Düsseldorf dürfte es verlockend sein, zumindest einen Fuß ins kühle Nass zu halten. Doch die Stadt warnt eindringlich: Baden oder auch nur Waten im Rhein kann lebensgefährlich sein. Und ist deshalb auf der gesamten Länge des Rheins in Düsseldorf verboten.

Rhein in Düsseldorf: Stadt verhängt Badeverbot nach tödlichen Unfällen

Schon im vergangenen Jahr machte Düsseldorf immer wieder Schlagzeilen wegen tödlicher Badeunfälle im Rhein. Allein bis August 2025 kamen insgesamt zehn Menschen ums Leben, wie die Tagesschau berichtete. Unter den Opfern waren viele Erwachsene, aber auch Kinder. Häufig konnten die Leichen der Betroffenen erst Tage später aus dem Rhein geborgen werden. Angesichts der tragischen Vorfälle reagierte die Stadt und beschloss ein umfassendes Badeverbot. Seit August 2025 ist das Baden im Rhein auf dem gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet verboten. Die Entscheidung wurde intensiv diskutiert, stieß in der Bevölkerung aber überwiegend auf Zustimmung.

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Auch in diesem Jahr weist die Landeshauptstadt angesichts der angekündigten Temperaturen erneut auf die Gefahren des Rheins hin. Das Badeverbot gilt weiterhin entlang des gesamten Düsseldorfer Rheinufers und kann bei Verstößen mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro geahndet werden. Hintergrund sind die teils kaum sichtbaren Gefahren des Flusses: starke Strömungen, plötzlich wechselnde Wasserstände und der dichte Schiffsverkehr können selbst erfahrene Schwimmer in Lebensgefahr bringen.

Rhein birgt unsichtbare Gefahren: Strömungen werden oft unterschätzt

„Viele Menschen unterschätzen die Gefahr des Rheins massiv“, warnt Feuerwehr-Chef David von der Lieth. „Schon wenige Schritte ins Wasser können gefährlich werden – selbst im flachen Uferbereich. Strömungen oder der Sog vorbeifahrender Schiffe reichen aus, um Menschen abzutreiben. Gerade an heißen Tagen appellieren wir deshalb eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, ausschließlich sichere und freigegebene Badeorte zur Abkühlung zu nutzen.“

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Besonders tückisch seien die oft unsichtbaren Gefahren unter der Wasseroberfläche. Vor allem niedrige Wasserstände verleiteten viele Menschen dazu, weiter in den Fluss hineinzugehen. Gerade an sogenannten Kribben – ins Wasser ragenden Kies- und Steinflächen – entstünden jedoch gefährliche Strudel und starke Strömungen. Zusätzlich sorgt der Schiffsverkehr in der Fahrrinne für erhebliche Risiken: Fahren Frachtschiffe vorbei, entsteht ein starker Sog, der besonders Kinder plötzlich ins tiefere Wasser ziehen kann. Oft schon, wenn das Schiff noch außer Sichtweite ist.