Wer von Düsseldorf aus verreist, der steuert überwiegend Ziele in Europa an: Spanien, Griechenland, Türkei. Der Airport ist für seine Kurz- und Mittelstrecken bekannt. Nun aber geht es von der NRW-Landeshauptstadt deutlich weiter weg: nämlich in die Karibik – per Direktflug.

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Corendon Airlines nimmt im Winterflugplan 2026/27 die zu den Niederlanden gehörende Insel Curaçao ins Programm auf und bietet damit erstmals Langstreckenflüge ab Deutschland an. Die erste Maschine hebt am 14. Dezember ab. Dreimal pro Woche geht es dann in rund neuneinhalb Stunden von Düsseldorf nonstop auf die südkaribische Insel. „Wir schaffen damit ein neues Ferienziel“, sagt Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens, sichtlich stolz. Am Freitag (29. Mai) hatten der Flughafen und die Airline die neue Flugverbindung bekannt gegeben.
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Vom 14. Dezember bis zum 3. April sind knapp 100 Flüge von Düsseldorf nach Curaçao und zurück geplant. Corendon bedient die Strecke jeden Montag, Donnerstag und Samstag. Die Abflugzeit ab Düsseldorf ist montags und samstags voraussichtlich um 9.25 Uhr (Ankunft in Curaçao ca. 15 Uhr Ortszeit), donnerstags um 8.55 Uhr (Ankunft ca. 14.30 Uhr Ortszeit). Die Rückflüge finden an den gleichen Tagen statt und erreichen Düsseldorf jeweils am folgenden Morgen.
Auf der neuen Strecke setzt Corendon Airlines einen geleasten Airbus A330-300 mit insgesamt 285 Sitzplätzen ein. Passagiere haben die Wahl zwischen Business-Class (30 Plätze), Economy-Plus (16 Plätze) und Economy-Class (239 Plätze). Die Preise für die Economy-Plätze starten für Hin- und Rückflug bei 700 Euro (je nach Nachfrage und Zeitraum), kosten im Schnitt aber rund 900 Euro. Bei starker Nachfrage oder rund um Feiertage wie Weihnachten und Silvester können die Tickets auch mehr als 1000 Euro kosten. Ab der kommenden Woche sollen die Flüge in den Verkauf gehen. Sie sind über Reisebüros oder online unter www.corendonairlines.com buchbar.
„Dass wir uns für Curaçao als erstes Langstreckenziel ab Deutschland entschieden haben, ist kein Zufall. Auf der Insel herrschen in den Wintermonaten optimale Bedingungen für einen Sonnenurlaub, zumal sie sich außerhalb der Hurrikan-Zone befindet“, erklärt Christian Hein, Head of Sales und Marketing bei Corendon Airlines.
Die zu den Niederlanden gehörende Insel ist eine der sogenannten ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curaçao) und liegt rund 60 Kilometer nördlich der Küste von Venezuela in Südamerika. Curaçao hat mehr als 35 Sandstrände und eignet sich besonders gut zum Schnorcheln und Tauchen. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 28 Grad. Die Hauptstadt Willemstad ist bekannt für ihre in Pastellfarben gehaltenen Häuser, die an die niederländische Kolonialzeit erinnern.

Für Corendon Airlines ist Curaçao kein komplett neues Ziel: Seit Jahren fliegt der niederländische Ableger Corendon Dutch bereits von Amsterdam aus fünfmal pro Woche auf die karibische Insel. Diese Verbindung bleibt bestehen. Auf Curaçao betreibt Corendon zudem fünf eigene Hotelanlagen.
Schon im vergangenen Jahr hatte die Airline angekündigt, in Deutschland massiv wachsen zu wollen – mit Schwerpunkt Düsseldorf. Vier statt zwei Flieger sind mittlerweile hier stationiert worden. Bisher steuert Corendon ab Düsseldorf vor allem Ziele in der Türkei an, bewusst habe man den Flughafen der NRW-Metropole nun für die erste Langstrecke ausgewählt. „Mit dem Düsseldorfer Flughafen haben wir einen idealen Partner mit bester Infrastruktur, großem Einzugsgebiet bis in die Niederlande und Belgien sowie guten Anschlussmöglichkeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz“, sagt Hein.

Zunächst fliegt Corendon nur eine Wintersaison von Düsseldorf in die Karibik. „Ob wir ab Dezember 2027 eine zweite Saison anbieten, hängt auch von der Nachfrage ab“, sagt Paul Schwaiger, CCO Corendon Airlines. Weitere Langstrecken sind seitens Corendon vorerst nicht geplant.
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Apropos Langstrecke: Fernreiseziele werden – mit Ausnahme der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) – seit der Corona-Pandemie kaum noch ab Düsseldorf bedient. „Wir arbeiten daran, dass sich das wieder ändert“, betont Flughafen-Geschäftsführer Lars Redeligx. Konkret sei noch nichts, perspektivisch sollen aber auch wieder Direktflüge nach Amerika und Asien in den Flugplan aufgenommen werden.
Zunächst geht’s nun aber erst einmal ab Düsseldorf in die Karibik. Übrigens: Bei der Fußball-WM ist Curaçao der erste Gegner, auf den die deutsche Mannschaft trifft…





