„Die Bilder des Unglücks haben wir nicht vergessen“, betont Sven Gerling, Geschäftsführer der St. Sebastianus Veranstaltungs GmbH, auch ein Jahr nach dem Feuerwerk-Unfall auf der Rheinkirmes. 19 Menschen, darunter auch Kinder, sind im vergangenen Jahr bei dem Pyro-Spektakel zum Teil schwer verletzt worden. Zwei Querschläger waren in eine Menschenmenge auf der Kniebrücke geflogen.

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Trotzdem wird es auch dieses Jahr am zweiten Kirmesfreitag (24. Juli, ca. 22.30 Uhr) wieder ein Höhenfeuerwerk auf der Rheinkirmes geben – allerdings mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen. Im Rahmen einer großen Pressekonferenz von Stadt, Schützen, Rheinbahn, Polizei und Feuerwehr, sind die verschärften Regeln am Montag (6. Juli) vorgestellt worden.

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„Wir haben das Sicherheitskonzept so angepasst, dass es zu keinen Querschlägern mehr kommen kann“, erklärt Gerling. Denn alle Abschussrampen für das Feuerwerk werden in diesem Jahr erstmals in großen Muldencontainern verbaut. Heißt: Sollte – wie 2025 passiert – eine Abschussrampe umkippen, wird die Rakete noch im Container abgebremst und kann nicht in geringer Höhe in Richtung Zuschauer fliegen.

Statt in solchen Holzvorrichtungen (wie im vergangenen Jahr) werden die Abschussrampen dieses Mal in Containern verbaut (Archivbild).
Statt in solchen Holzvorrichtungen (wie im vergangenen Jahr) werden die Abschussrampen dieses Mal in Containern verbaut (Archivbild).© Christoph Reichwein/dpa | Christoph Reichwein

Die 2,60 Meter hohen Seitenwände sollen demnach mögliche Querschläger verhindern. Zudem sind die Abschussrampen am Boden der Container mit Sand fixiert. Die Firma P&Z, die auf Rückbau, Flächensanierung und Entsorgung spezialisiert ist, stellt sieben Container am Rheinufer auf. „Auch das Feuerwerk soll weiterhin ein Familienfest sein. Daher hat die Sicherheit und damit das gute Gefühl oberste Priorität“, sagt Gerling.

Geplant wird das Feuerwerk (wie im vergangenen Jahr) wieder vom Unternehmen Nico Europe. Dieses hat auch das Feuerwerk beim diesjährigen Japan-Tag durchgeführt. Die Schützen haben mit dem Feuerwerksveranstalter allerdings vereinbart, dass im Zweifel, weniger große Feuerwerkskaliber verwendet werden, wenn dies unter Sicherheitsaspekten angemessen erscheint.

Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn der Rheinpegel steigt und der Sicherheitsradius der Abschussstellen nicht mehr eingehalten werden könnte. „Davon ist bei den aktuellen Prognosen des Pegels aber nicht auszugehen“, so Gerling.

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Würden es Besucherinnen und Besucher überhaupt merken, dass kleinere Kaliber verwendet wurden? Vielleicht. Die Blüten oder der Sternenregen des Feuerwerks wären am Nachthimmel dann etwas kleiner.  

Die Rheinkirmes findet vom 17. bis 26. Juli auf den Oberkasseler Rheinwiesen statt. Alle Infos zu Fahrgeschäften, Öffnungszeiten und dem Programm in den Festzelten lesen Sie hier.