Ein früher Dienstagmorgen, kurz vor Ferienbeginn. Es ist nicht einmal 4 Uhr, da schiebt sich ein Auto vor dem Düsseldorfer Flughafen nur langsam an dem anderen vorbei. Wer einen Flug um 6 Uhr gebucht hat, wird im Inneren des Flughafengebäudes prompt mit langen Warteschlangen überrascht. Der Start der Sommerferien am Freitag, 17. Juli, bedeutet für den Düsseldorfer Flughafen wieder Hochbetrieb. Der größte Airport Nordrhein-Westfalens erwartet bis zum Ferienende am 1. September mehr als 3,4 Millionen Fluggäste. Die Zahl hat sich laut einer Mitteilung des Flughafens gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Zum Jahr 2024 bedeuten die 3,4 Millionen Passagiere einen Anstieg von rund drei Prozent, Gesamtzahl 2025: rund 21 Millionen Passagiere.

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Passagierzahl am Flughafen Düsseldorf ist gegenüber dem Vorjahr konstant

Besonders hoch wird das Aufkommen an den Wochenenden; für das erste Ferienwochenende geht der Flughafen von mehr als 220.000 Passagieren aus. Als stärkster Reisetag zeichnet sich aktuell Sonntag, 19. Juli, mit rund 79.000 Passagieren ab.

400.000 Passagiere heben von Weeze aus ab

In den Sommerferien (18. Juli bis zum 1. September) erwartet der Flughafen Weeze rund 400.000 Passagiere. Insgesamt sind 1.147 Abflüge geplant – ein Plus von 10,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum der Sommerferien 2025. Reisende können in den Sommerferien 42 Ziele direkt ab Airport Weeze erreichen. Besonders gefragt bleiben klassische Urlaubsdestinationen in Spanien, Kroatien und Italien. Der verkehrsreichste Tag der Sommerferien wird voraussichtlich der 21. Juli sein. An diesem Tag werden 28 Abflüge mit rund 5.200 abfliegenden Passagieren erwartet.

„Besonders zum ersten Ferienwochenende ist mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen rund um den Flughafen zu rechnen, denn zeitgleich findet das Parookaville-Festival auf dem Flughafengelände statt“, teilt ein Flughafen-Sprecher mit. Fluggäste werden gebeten, die A57 Ausfahrt 5 (Sonsbeck) zu nutzen und der Beschilderung „Passengers Airport“ zu folgen, um den Abflugbereich zu erreichen.

„Die Reiselust ist auch in diesem schwierigen Jahr ungebrochen. Das sehen wir an der Nachfrage für die kommenden Wochen“, sagt Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens. „Wir sind gemeinsam mit unseren Partnern vorbereitet und wollen unseren Gästen den Start in ihren wohlverdienten Urlaub so angenehm wie möglich machen. Dazu gehört für uns auch, dass der Aufenthalt vor dem Abflug Freude macht: mit einer Erlebnisgastronomie, die vielfältiger ist denn je, neuen angesagten Marken im Terminal und unserer neuen DUS Rhein Lounge samt Terrasse und Blick aufs Vorfeld.“

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Golf-Region nach aktuellem Stand wieder gut angebunden

Wo soll‘s denn hingehen? Insgesamt sind mehr als 160 Ziele in den Sommerferien ab Düsseldorf erreichbar. An der Spitze stehen Palma de Mallorca und Antalya: Nach Mallorca geht es im Ferienzeitraum mehr als 830-mal, nach Antalya mehr als 660-mal. Ebenfalls gefragt sind laut Aussage der Airport-Geschäftsführung Heraklion auf Kreta, Hurghada am Roten Meer, Izmir an der türkischen Ägäis, Barcelona, Korfu, Rhodos, Malaga, Ibiza, Kos, Olbia auf Sardinien, Faro an der Algarve sowie Gran Canaria und Teneriffa.

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Die Golfregion ist in den Sommerferien ab Düsseldorf nach aktuellem Stand wieder gut angebunden. Emirates fliegt Dubai bereits seit Anfang Juli wieder zweimal täglich an, davon eine Verbindung mit dem Airbus A380. Etihad Airways soll Abu Dhabi bereits ab dem 25. Juli und damit früher als zunächst vorgesehen wieder täglich mit Düsseldorf verbinden. Qatar Airways bedient Doha täglich; ab Mitte September ist eine Aufstockung auf zehn wöchentliche Flüge vorgesehen.

Flughafen Düsseldorf gibt Tipps für eine schnelle Abfertigung

Der Flughafen hat sich laut eigener Aussage gemeinsam mit Airlines, Abfertigungsunternehmen, Sicherheitsdienstleistern, Bundespolizei, Shop- und Gastronomiebetreibern und weiteren Partnern intensiv auf den Hochbetrieb in den Sommerferien vorbereitet. Die Reisenden selbst können dabei viel zu einem entspannten Ferienstart beitragen. Sie sollten vor dem Abflug online einchecken, die Hinweise ihrer Airline beachten und prüfen, wann Check-in und Gepäckaufgabe für den eigenen Flug öffnen – in der Regel nicht früher als drei Stunden vor dem Abflug.

Weniger Personal bei der Sicherheitskontrolle

Zum Ärger der Gewerkschaft Verdi hat die Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf Personal bei der Sicherheitskontrolle gekürzt. „Statt sechs Mitarbeitenden pro Kontrolllinie sind es seit Mitte Juni nur noch fünf“, sagt der zuständige Gewerkschaftssekretär Özay Tarim. Eine Begründung für diese Arbeitsverdichtung habe es von der Bundespolizei bisher nicht gegeben, heißt es weiter. An Personalknappheit, die es in der Vergangenheit immer mal wider gegeben habe, könne es nicht liegen: „Die beauftragte Firma DWS stellt ausreichend Kräfte zur Verfügung. Warum bim sensiblen Thema Sicherheit an Personal gespart wird, ist für mich nicht nachvollziehbar.“

Die Bundespolizei - sie hat die Fachaufsicht für die Abläufe an der Sicherheitskontrolle - teilt auf Anfrage der NRZ mit: Wir haben festgestellt, dass der Personalansatz in den Sicherheitskontrolllinien aufgrund der definierten Arbeitsfolgeprozesse zu hoch war. Es war mehr Personal im Einsatz, als tatsächlich erforderlich war. Die Reduzierung hat keinen Einfluss auf die Gesamtdauer der Personen- und Handgepäckkontrolle. Ebenso werden alle Arbeitsschutzvorschriften eingehalten.“

Für die Sicherheitskontrolle können Passagiere unter dus.com/gateway ein Zeitfenster reservieren. „Der Service wird gerade in Ferienzeiten häufig genutzt und hilft, den Aufenthalt im Terminal besser zu planen“, heißt es. Insgesamt sieben moderne CT-Scanner zur Kontrolle des Handgepäcks sind aktuell am Airport an den Flugsteigen A und B im Einsatz. Die Geräte nutzen aus der Medizintechnik bekannte Computertomografie und erzeugen hochauflösende 3D-Bilder des Handgepäckinhalts, wodurch einzelne Gegenstände präziser erkannt werden können. Dadurch müssen elektronische Geräte und auch Flüssigkeiten nicht mehr ausgepackt werden, was die Abläufe optimieren soll.

In diesem Jahr gibt es mehr Möglichkeiten zur automatischen Gepäckaufgabe. Inzwischen bieten 15 Airlines am Airport „Self Bag Drop“ an:

  • Aegean Airlines
  • Air France
  • Austrian
  • Condor
  • easyJet
  • Eurowings
  • Finnair
  • KLM
  • Lufthansa
  • Lufthansa City Airlines
  • Norwegian
  • SAS
  • Swiss
  • TUIfly
  • Pegasus Airlines

Weitere Airlines wie SunExpress und Turkish Airlines sollen folgen. „Wer online eingecheckt hat, kann sein Gepäcklabel am Automaten ausdrucken und den Koffer anschließend selbst aufgeben, ohne am Check-in-Schalter anzustehen“, teilt der Flughafen mit.

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Tipp: Parkplatz am Flughafen Düsseldorf vorab online buchen

Auch die Anreise will gut geplant sein. Wer mit dem Auto kommt, bucht seinen Parkplatz am besten vorab online, empfiehlt der Airport. Es könnte nämlich auch auf den Straßen und in den Parkhäusern voll werden. So waren um 14 Uhr am Dienstagnachmittag vor den Sommerferien von den insgesamt 16.290 Parkplätzen gerade einmal elf frei. Dies komme laut Aussage eines Airport-Sprechers gelegentlich vor, schon Minuten später entspanne sich die Lage dann aber meist wieder.

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Ale Reisende mit Bus und Bahn sollten ihre Verbindung prüfen und mögliche Einschränkungen einplanen. Beim Handgepäck gilt: Nur mitnehmen, was auf dem Flug wirklich nötig ist. Das erleichtert die Sicherheitskontrolle und das Boarding. Akkus, E-Zigaretten und Powerbanks müssen im Handgepäck transportiert werden und dürfen nicht ins Aufgabegepäck.