Burger-Fans in Düsseldorf müssen jetzt ganz stark sein: Zwei Wochen lang müssen sie auf einen beliebten Anbieter mit zwei Lokalen verzichten. Denn Bulle Burger hat sich am Montag (27. Juli) in die Sommerpause verabschiedet. Während die Bäckereien und das Bistro und die Weinbar aus dem Kosmos des Düsseldorfer Unternehmens weiter geöffnet sind, werden sich Burger-Liebhabende am Staufenplatz und der Oststraße bis zum 11. bzw. 12. August in Verzicht üben müssen.

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Vor verschlossenen Türen werden sie – zumindest an der Oststraße – jedoch nicht stehen. Denn dort öffnet Miki Furue ihre „Japanese Summer Noodle Bar“ als Urlaubsvertretung für das Team von Bulle Burger. Fans japanischer Küche wird die Gastronomin noch durch das „Toi Izakaya“ bekannt sein. Bis in den Frühsommer betrieb die 38-Jährige die „Toi Izakaya“ an der Klosterstraße immer montags in den Räumen des „1oder8“.

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Japanische Nudeln statt Burger: Miki Furue übernimmt Urlaubsvertretung bei Bulle in Düsseldorf

Am Dienstag (28. Juli) geht es nun aber zwei Wochen an die Oststraße. Furue und ihr Team wollen nach dem Experiment Gastrobar mit der „Izakaya“ jetzt die ersten Erfahrungen in der Take-Away-Küche machen. Denn für die Gastronomin steht fest: Sie will in Düsseldorf ein eigenes Lokal eröffnen. „Das ist das langfristige Ziel“, erklärt die 38-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion am Montag (27. Juli) vor der Eröffnung der „Summer Noodle Bar“.

Die Möglichkeit, ihr neues Konzept an der Oststraße zu testen, sei dabei so etwas wie der nächste Schritt in ihrer gastronomischen Findungsphase, erklärt Furue. „Ich wollte nach der ‚Izakaya‘, wo wir ja abends Betrieb hatten und auch Alkohol ausgeschenkt hatten, etwas ganz anderes ausprobieren“, erklärt sie. „Aber ich experimentiere auch gerne in der Küche“, ergänzt sie, weshalb sich bis zur Eröffnung eines eigenen Lokals noch einiges am fertigen Konzept ändern könne. Ganz zu schweigen davon, dass Furue aktuell noch nach Investoren und Räumen für ihr zukünftiges Projekt sucht.

„Aber bisher habe ich schon so viel Unterstützung bekommen“, freut sich Furue und meint damit nicht nur Bulle-Burger-Chef Giuliano Quattrocchi. „Die anderen Menschen in der Düsseldorfer Gastro-Szene sind so hilfsbereit und nett.“ Und auch die Unterstützung aus dem im vergangenen Jahr aufgebauten Kundenstamm zeige der 38-Jährigen, dass sie sich auf einem guten Weg befinde.

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„Japanese Summer Noodle Bar“ im Düsseldorfer Japan-Viertel: Das bietet das neue Konzept

Doch zumindest in den kommenden zwei Wochen wird die Zukunftsplanung erstmal an die Seite gestellt. Denn die Übernahme der Bulle-Burger-Küche bringt noch einmal Veränderungen im Vergleich zur „Izakaya“. „Weil wir an der Klosterstraße einmal die Woche ein Restaurant übernommen haben, mussten wir uns da immer neu einrichten“, so Furue. Daher habe man so viel wie möglich bereits in einer anderen Küche vorbereitet. „Jetzt haben wir zwei Wochen eine Küche für uns, aber wir stecken trotzdem noch viel Arbeit in die Vorbereitung.“

Und das Ergebnis dieser Arbeit ist die neue Karte der „Japanese Summer Noodle Bar“, die nun der Laufkundschaft an der Oststraße angeboten wird. Den Kern bilden hier drei Nudelgerichte, die aufgrund der angekündigten Hitze kalt angeboten werden. Grundlage bilden immer Tantan-Udon-Nudeln, die ähnlich wie Ramen mit einer Brühe angeboten werden.

In der Ausführung „Akira“ – alle Hauptgerichte haben japanische Vornamen – kommen Soja-Hack und eine marinierte Tomate dazu. Letztere ist in Dashi, einer Mischung aus Shiitake-Pilzen und Seetang, eingelegt. „Wenn man die zerdrückt, bekommt man noch eine ganz andere saftige Komponente zu der Brühe“, erklärt Furue. In der Version „Kenji“ wird die Tomate durch eine süß-saure Aubergine ersetzt. Bei „Mariko“ wird anstatt Brühe eine cremige Maissuppe aufgetischt, neben dem pflanzlichen Hack kommt noch gerösteter Mais mit auf den Teller. Preislich liegen alle Hauptgerichte bei 13 Euro.

„Ich glaube, meine Begabung ist es, meinen veganen Gerichten nicht nur herzhaften Geschmack mitzugeben, sondern auch eine Textur, die viele in der pflanzlichen Küche vermissen“, erklärt Furue. Neben den drei Hauptgerichten bietet die Karte auch eine Edamame-Beilage für sechs Euro. Sowie eine Matcha-Panna-Cotta mit Himbeeren als Nachspeise für 4,50 Euro.

Vom Bürojob zur Gastronomin: Miko Furue will sich in Düsseldorf den Traum vom eigenen Lokal erfüllen

So bleibt die „Japanese Summer Noodle Bar“ in vieler Hinsicht der kulinarische Nachfolger der „Toi Izakaya“. Weiterhin bleibt die Küche pflanzlich, weiterhin wird kulinarische Tradition aus Japan neu aufgelegt. Dies liegt aber auch in den kulinarischen Ursprüngen von Furue, die ursprünglich 2019 aus beruflichen Gründen nach Düsseldorf kam und nach der Corona-Pandemie ernsthaft begann, eine Karriere in der Gastronomie in Betracht zu ziehen.

„Ich habe als Studentin in der Gastronomie gearbeitet, aber lange nur gerne gekocht und Partys für Freunde organisiert“, erzählt sie. In Düsseldorf habe sie dann ihren Job gekündigt und jede Chance genutzt, mehr Erfahrungen in Küchen und Lokalen zu sammeln. Dabei war sie auch in Europa unterwegs, arbeitete in Amsterdam und lernte an einer Kochschule in Dänemark. Und so fand sie eben auch die Kontakte, die ihre „Izakaya“ und nun die „Summer Noodle Bar“ möglich machten.

So wie etwa Giuliano Quattrocchi. „Selbstverständlich unterstützen wir da auf dem Weg, wenn jemand, den wir kennen, ein eigenes Lokal eröffnen will“, beschreibt es der Bulle-Burger-Chef. Und das passe eben auch ganz perfekt zu dem lange stehenden Konzept der Urlaubsvertretung. „Wir haben jedes Jahr die zwei Wochen Betriebsferien. Da macht es für uns nur Sinn, die Räume anderen Gastronomen für einen guten Preis zur Verfügung zu stellen.“

Diese mehrfache Nutzung sei dabei auch eng mit dem Nachhaltigkeitsgedanken verbunden, den Bulle ja generell groß schreibe. „Unser Bistro wird zur Weinbar, die Bäckerei nutzen wir abends als Fläche für das Restaurant“, nennt er Beispiele. In Köln kenne er etwa ein Restaurant, dessen ganzes Geschäftsmodell darin bestehe, wechselnden Küchenteams als Räume zu dienen.

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„Japanese Summer Noodle Bar“: Dann hat das neue Konzept an der Oststraße geöffnet

Geöffnet hat die „Japanese Summer Noodle Bar“ ab Dienstag (28. Juli). Bis zum 9. August gibt es die Urlaubsvertretung an der Oststraße 113. Jeweils von 12 bis 14 Uhr gibt es dann Mittagessen. Abends können Interessierte zwischen 17 und 20 Uhr ihren Hunger stillen.