Ein Mann hat sich am Mittwoch (29. Juli) trotz des geltenden Badeverbots im Rhein bis zur Hüfte im Wasser aufgehalten. Wie die Stadt am Freitag berichtet, sind Einsatzkräfte des Ordnungsamtes bei einer Kontrolle auf den Mann am Rheinstrand in Düsseldorf-Hamm aufmerksam geworden. Trotz mehrfacher Aufforderung weigerte er sich, das Wasser zu verlassen und seine Personalien anzugeben.

Aus gutem Grund, wie sich wenig später herausstellte: Nachdem er seine Daten – wohl immer noch im Wasser stehend – schließlich mündlich genannt hatte, ergab eine erste Überprüfung durch die Leitstelle des Ordnungsamtes keine eindeutige Identifizierung. Eine weiterführende Prüfung sowie eine erkennungsdienstliche Abfrage durch die Polizeileitstelle brachten dann Aufschluss: Gegen den Mann lag ein offener Haftbefehl vor.

  • Ein bisschen Vitamin D gefällig? Mit unserem neuen Newsletter gibt es jeden Freitag eine ganz persönliche Auswahl der besten Geschichten der Woche – zusammengestellt von einem Mitglied unserer Redaktion. Neben den wichtigsten News gibt es außerdem Gastro- und Veranstaltungstipps sowie das Neueste von der Fortuna. Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung.

Beim Eintreffen der Polizei erklärte der Betroffene, der immer noch im Wasser stand, dass ihm der Haftbefehl bekannt sei. Den Mitarbeitenden des Ordnungsamtes gelang es schließlich durch deeskalierende Gespräche, den Mann zum Verlassen des Wassers zu bewegen. Gemeinsam mit der Polizei wurde er in Gewahrsam genommen. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Warum gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag, ist nicht bekannt.

Baden im Düsseldorfer Rhein ist seit einem Jahr offiziell verboten

Das Baden im Rhein ist seit August 2025 in Düsseldorf offiziell verboten und kann mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro geahndet werden. Als Baden gilt das planmäßige Verweilen mit dem Körper in mehr als jeweils knöcheltiefem Wasser des Rheins.

Lesen Sie auch diese Nachrichten aus Düsseldorf

Entlang des Rheins warnen rund 70 Hinweisschilder mit Piktogrammen und kurzen Hinweisen auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch und Ukrainisch vor der Lebensgefahr, die beim Schwimmen im Rhein droht. Auch die Notrufnummer und der Rheinkilometer sind auf den Schildern angegeben: Sollte ein Notruf notwendig sein, kann dieser übermittelt werden, um den Einsatzkräften eine präzise und schnelle Zielfahrt zu ermöglichen