Aufgrund der anhaltenden Hitzewelle in der Region und wegen eines Zwischenfalls, der sich am Montag (22. Juni) am Düsseldorfer Rheinstand ereignet hat, warnen die Polizei Duisburg und Düsseldorf in einer Mitteilung erneut gemeinsam und eindringlich davor, im Rhein baden zu gehen. Demnach habe ein aktueller Einsatz der Wasserschutzpolizei Düsseldorf (WSP) „auf bedrückende Weise“ gezeigt, „wie schnell aus einem Sommertag ein lebensbedrohlicher Notfall werden kann“.

Wie die Polizei Duisburg mitteilte, wurde der WSP-Wache Düsseldorf am Montag gegen 17.15 Uhr gemeldet, dass am Rheinstrand in Düsseldorf (vormals auch Paradiesstrand benannt) eine Person aus dem Rhein geborgen werden musste. Einsatzkräfte der Polizei Düsseldorf waren bereits vor Ort und reanimierten den 40-jährigen Düsseldorfer erfolgreich. Er kam anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

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Einsatz im Rhein in Düsseldorf: Mann wurde von Zeugen geborgen

Laut bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte sich der Mann gemeinsam mit Bekannten am Rheinufer aufgehalten. Einer von ihnen berichtete gegenüber den Einsatzkräften, dass der 40-Jährige lediglich bis zu den Knien im Wasser gestanden haben soll. Zwischendurch soll er sich aber auch ins flache Wasser gesetzt haben, um sich bei den sommerlichen Temperaturen abzukühlen, teilte die Duisburger Polizei weiter mit. Plötzlich habe der Zeuge ein gurgelndes Geräusch wahrgenommen. Kurz darauf sei der Mann untergegangen, heißt es weiter.

Mit einem Jetski eilte der Zeuge dann gemeinsam mit einer weiteren Person zur Unglücksstelle. Beide zogen den Mann aus dem Wasser. Nach Angaben der Zeugen habe sich der 40-Jährige möglicherweise bereits drei bis vier Minuten unter Wasser befunden, ehe er geborgen werden konnte.

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Ein weiterer Mann aus der Gruppe gab an, dass sie zuvor gemeinsam gegrillt und einige Biere getrunken haben. Aufgrund der hohen Temperaturen seien sie wiederholt ins Wasser gegangen, um sich abzukühlen – nach eigenen Angaben jeweils nur bis zu den Knien. Wie die Polizei noch einmal eindringlich betont, liegt genau darin eine Gefahr, die offenbar immer noch viele Menschen unterschätzen.

40-Jähriger nach Baden im Rhein in Düsseldorf reanimiert
Am Montag (22. Juni) musste ein 40-Jähriger am Rheinstrand in Düsseldorf wiederbelebt werden, nachdem er zuvor im Rhein baden gewesen war. © Polizei | Polizei Duisburg

Badeverbot im Rhein: Polizei richtet Bitte an die Bevölkerung

Seit vergangenem Jahr warnt die Polizei Duisburg, die auch zuständig für die Wasserschutzpolizei in Nordrhein-Westfalen ist, mit der Präventionskampagne „RHEIN.REIN.TOT.“ mit eindringlichen Bildern und durchaus auch mit fiktiven Geschichten vor den Gefahren des Rheins. Bei dem Zwischenfall des verunglückten 40-Jährigen, der am Montag in Düsseldorf reanimiert werden musste, handelt es sich jedoch um einen realen Vorfall, wie ein Sprecher der Polizei Düsseldorf auf Nachfrage der NRZ am Donnerstag (25. Juni) bestätigte.

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Die Wasserschutzpolizei warnt bereits seit Jahren davor, sich im Rhein abzukühlen und dort baden zu gehen, weil bereits das Betreten des Rheins lebensgefährlich sein kann. Deswegen appelliert die Polizei eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, dass niemand schwimmen gehen muss, um dadurch in Not zu geraten, und verweist in diesem Zuge noch mal auf die Gefahren, die der Rhein als viel befahrene Wasserstraße mit sich bringt: „Strömungen, Strudel, abrutschende Uferbereiche oder die Sogwirkung vorbeifahrender Schiffe können Menschen binnen Sekunden den Halt verlieren lassen. Der aktuelle Einsatz zeigt: Es reicht manchmal schon, im Wasser zu stehen.“

Deswegen richten die Duisburger und Düsseldorfer Polizei eine Bitte an die Menschen in der (gesamten) Rheinregion in NRW: „Gehen Sie nicht in den Rhein. Nicht zum Schwimmen. Nicht zum Abkühlen. Nicht ‚nur kurz‘. Nicht ‚nur bis zu den Knien‘.“ Seit August 2025 gilt in Düsseldorf und mittlerweile auch in anderen Städten in der Region ein generelles Badeverbot im Rhein. In der NRW-Landeshauptstadt werden Verstöße mit teils sehr hohen Bußgeldern sanktioniert. (mit dpa)