Duisburgerinnen und Duisburger können erstmals vor Kommunalwahlen mit Online-Wahlhilfen ihre persönlichen Standpunkte mit denen der Parteien abgleichen: Schnell und einfach ermöglichen dies das Kommunalwahl-Navi der Uni-Duisburg Essen (UDE) und der Lokal-O-Mat der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Das Kommunalwahl-Navi wurde bis Dienstag knapp 16.000-mal genutzt, berichtet Prodekanin Dr. Julia Schwanholz. Sie und ihre Kollegen können durch das Navi auch inhaltliche Übereinstimmungen der Parteien und Listen veranschaulichen.
Um das Kommunalwahl-Navi Duisburg sehen zu können, müssen Sie zunächst eventuell die Schaltfläche „Externe Inhalte“ zulassen.
Denn 13 Duisburger Parteien und Wählerbündnisse, die zur Ratswahl antreten, haben den Wissenschaftlern ihre Standpunkte zu 30 Thesen geschickt, etwa zu Kita-Plätzen und -Gebühren, zur Gewerbesteuer, Bezahlkarte für Geflüchtete und zur Präsenz des Ordnungsdienstes. Diese Antworten ermöglichen einen Vergleich der Schnittmengen: Wie hoch zum Beispiel ist die Übereinstimmung zwischen SPD und Grünen (63 %) oder zwischen Linken und BSW (76 %) bei diesen 30 Fragen? Eine Grafik der Wissenschaftler veranschaulicht die Schnittmengen:
Die höchsten Werte an programmatischen Übereinstimmungen gibt es zwischen Grünen, Volt und Linken (je 83 %). Die geringsten Schnittmengen mit allen anderen Parteien hat die AfD, am größten sind die Unterschiede zur Linken (21 %), die größte Übereinstimmung hat die AfD mit Junges Duisburg (67 %) und FDP (66 %). Die SPD, die in den vergangenen Jahren mit der CDU kooperierte, hat zumindest zu den 30 ausgewählten Thesen größere Schnittmengen mit SGU (78 %), ABI (74 %), BSW (73 %) und DAL-WGD (72 %) als mit der CDU (70 %).
Lesen Sie hier Zusammenfassungen der Kommunalwahlprogramme der Duisburger Parteien:
- „Duisburg-Plan“: Das will die SPD in Duisburg bis 2030 umsetzen
- Wahlprogramm der CDU: Markthalle für Duisburger City
- Grüne fordern Taubenhäuser für ganz Duisburg
- AfD Duisburg fordert erstaunlich vieles, was schon umgesetzt wird
- BSW Duisburg will kostenlose ÖPNV-Nutzung prüfen lassen
- „Ein besseres Duisburg“: Linke wollen Zoo und Taskforce abschaffen
- FDP will Bürgergeldempfänger zu gemeinnütziger Arbeit verpflichten
- „Duisburg besser machen“: So will JUDU bei der Kommunalwahl punkten



