Hbf Duisburg: Umbau der Gleishalle kostet mindestens 260 Mio. Euro Modernisierung im laufenden Betrieb von 2022 bis 2028 Schon fertig: 4 der 6 Bahnsteige und die neue Glasfassade auf der Ostseite Seit dem 6. Februar sind die Gleise 3 und 4 für ein Jahr gesperrt Beim größten Bahnhofsprojekt der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen wird von 2022 bis 2028 der Duisburger Hauptbahnhof saniert: Bahnsteig für Bahnsteig, von Gleis 13 bis Gleis 1, im laufenden Betrieb, für mindestens 260 Millionen Euro. Die marode Halle, gebaut von 1931 bis 1934, war zuvor jahrelang als „Lost Place“ verspottet und für ihre splitternde Gaffer-Tape-Fensterwand gefeiert worden.
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[Großbaustelle und Verkehrsknotenpunkt, Geschäftspassage und Einsatzort der Bundespolizei: Auf unserer Themenseite finden Sie Artikel über den Duisburger Hauptbahnhof.]
Nun soll Duisburg dank des ungewöhnlichen neuen Hallendachs („Die Welle“) den „schönsten Bahnhof Deutschlands“ bekommen (Oberbürgermeister Sören Link ). Die Modernisierung läuft bislang planmäßig, vier Bahnsteige und die neue Glasfassade im Osten sind bereits fertig. Seit Freitagabend (6. Februar) ist der Bahnsteig 2 mit den Gleisen 3 und 4 für etwa ein Jahr gesperrt. Ein Rückblick auf die Bauarbeiten:
Jahrelang war das Dach der Gleishalle undicht, es regnete in den Hauptbahnhof. © WAZ | Photo: Andreas Mangen
So sah die Gleishalle vor dem Start der Sanierung aus. © www.blossey.eu / FUNKE Foto Service | Hans Blossey
Der Ostausgang/-eingang in Neudorf vor dem Umbau. © FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann
Der Hauptbahnhof wurde als „Lost place“ verspottet, die brüchige Fassade mit den Klebestreifen . . . © FUNKE Foto Services | Oliver Müller
. . . erlangte Kult-Status. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Die Denkmalbehörde hatte die marode Gleishalle, errichtet von 1931 bis 1934, . . . © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
. . . bereits 2011 als nicht mehr standsicher eingestuft. © FUNKE Foto Services | Oliver Müller
Das Dach war über Jahre undicht, musste dauernd geflickt und mit Netzen gesichert werden. © FUNKE Foto Services | Tanja Pickartz
Erst 2012 gaben NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und die Bahn die Pläne für den „großen Wurf“ bekannt: Duisburg sollte endlich eine neue Gleishalle bekommen – und eine architektonische Besonderheit: ein Wellendach, hier in einer damals veröffentlichten Visualisierung. © Deutsche Bahn
Den Baustart kündigten sie für 2017 an. Die Visualisierung von damals zeigt, wie die fertige Gleishalle aussehen soll. © DB Station & Service AG | DB Station & Service AG
2019 aber musste der Konzern mitteilen, dass es nochmals drei Jahre länger dauert, . . . © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
. . . bis die bahnbrechende Modernisierung beginnen kann: © Deutsche Bahn
Zum zweiten Mal war eine Ausschreibung der komplizierten Abriss- und Sanierungsarbeiten gescheitert. Zum vorgegebenen Preis wollte kein Unternehmen bauen. © FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann
Erst im August 2022, mit fünfjähriger Verspätung, startete der Umbau. 2016 hatte die Bahn noch 100 Millionen Euro für die Welle veranschlagt, nun investieren Bund, Land und DB AG mindestens 260 Millionen Euro in die gläserne Gleishalle. An den architektonischen Plänen wurde nichts geändert. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Ganz im Osten der Gleishalle, an Bahnsteig 6 (Gleise 12/13), startete der Abriss. Die beiden ersten Kräne wurden aufgebaut. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Beim Pressetermin zum Baustart jubelte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, in Duisburg entstehe „der schönste Bahnhof Deutschlands“. © FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert. © FUNKE Foto Services | Martin Möller
Die Baustelle ist wegen der Lage in der Innenstadt keine einfache; Bauschutt und Baumaterial werden über die Gleise transportiert. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Die berüchtigte Gaffertape-Fensterwand wurde in der ersten Bauphase abgerissen. © WAZ | Philipp Wahl
Die Gleishalle Ende September 2022. © FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Januar 2023: Ein großes Baugerüst wird am Ostausgang errichtet. © www.blossey.eu / FUNKE Foto Services | Hans Blossey
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
März 2023: Die ersten Fischbauchträger des Wellendachs werden montiert. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig. © FUNKE Foto Services | STEFAN AREND
Juli 2023: Die erste Welle ist fast fertig. © www.blossey.eu / FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Nach dem Sommer 2023 gehen die Bauarbeiten am Bahnsteig 5 (Gleise 10 und 11) weiter. © WAZ | Philipp Wahl
Im Oktober 2023 werden auf einigen Bahnsteigen Treppen und Rolltreppen mit Provisorien überdacht. Wegen fehlender „Zwischendächer“ regnet es zeitweise noch auf den Bahnsteig. © WAZ | Philipp Wahl
Im November 2023 gehen die Arbeiter hinter Sichtschutz in Schutzanzügen und mit Atemschutz zu Werke: Teile der alten Gleishalle sind mit Asbest belastet. © WAZ | Philipp Wahl
Januar 2024: Zur Errichtung der gläsernen Fassade im Osten montieren die Arbeiter auf dem Gerüst ein weiteres Gerüst, während . . . © WAZ | Philipp Wahl
. . . der Umbau auf dem Bahnsteig 5 voranschreitet. © WAZ | Philipp Wahl
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert. © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Auch die Flachdächer („Essener Dächer“) nördlich der Gleishalle werden auf allen Bahnsteigen saniert. © WAZ | Philipp Wahl
Auf dem fertigen Bahnsteig 6tropft es bei Regen lange noch durchdie Flachdächer auf den Bahnsteig. © WAZ | Philipp Wahl
Das lag laut Bahn nicht daran, dass das Flachdach immer noch nicht verkleidet ist. Fahrgäste blicken den gesamten Fußweg lang auf Holz, auf die Dach- und Querbalken unter dem Dach. © FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Im Februar und September 2025 sagt ein Bahnsprecher: „Ob die Unterseiten der Essener Dächer verkleidet werden oder die Tragstruktur bestehen bleibt, ist noch in Klärung.“ Bleibt es also neben dem schicken Wellendach bei der Rohbau-Optik? © WAZ | Philipp Wahl
Der Stand der Umbauarbeiten im März 2024. © Deutsche Bahn AG / DB | Deutsche Bahn AG / DB
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an. © FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an. © FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Mai 2024: Die zweite Welle und die Glasfassade nehmen Gestalt an. © FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade. © FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Mai 2024: Es ward Licht in der Gleishalle – dank der neuen, gläsernen Fassade. © FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Auch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Osten biegt auf die Zielgerade. © FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka
Die Baustelle im Juli 2024. © FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Die Projektleiter der Deutschen Bahn beim Umbau des Duisburger Hauptbahnhofs: Anke Goldbaum (Architektin) und Iljan Seiler (Bauingenieur). © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Ende September 2024: An der neuen Glasfassade auf der Ostseite der Gleishalle können wieder ICE halten. © FUNKE Foto Services | Frank Oppitz
Ab August 2024 sind für 14 bis 15 Monate das erste und letzte Mal während der Modernisierung zwei Bahnsteige mit vier Gleisen (8/9, 5/6) gleichzeitig gesperrt. Das führt erstmals zu vergleichsweise größeren Einschränkungen des Regionalverkehrs. © FUNKE Foto Services | Michael Dahlke
Die Baustelle unter rollendem Rad (im laufenden Betrieb) im Oktober 2024: An einem Bahnsteig halten Züge, nebenan rollen Bagger. © FUNKE Foto Services | Michael Dahlke
Auch die Ladenlokale am Ostausgang mussten für den Umbau abgerissen werden. Hier und gegenüber sollen neue Geschäfte eröffnen, die Kette Backwerk will mit einer Filiale zurückkehren.
Ende 2024: Inzwischen kreisen vier riesige Baukräne über der Gleishalle. © FUNKE Foto Services | Hans Blossey
Im Juli 2025 werden die gelben Riesen im Osten der Gleishalle abgebaut, sie werden nun nicht mehr benötigt. © FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel
Die Baustelle im September 2025: sechs Wellenstränge und nur noch zwei Kräne. Es fehlt noch die „Zwischenwelle“ zwischen den Bahnsteigen 4 und 5. © DB AG | Deutsche Bahn
Die Baustelle im September 2025: sechs Wellenstränge und nur noch zwei Kräne. Es fehlt noch die „Zwischenwelle“ zwischen den Bahnsteigen 4 und 5. © DB AG | Deutsche Bahn
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe, die Bahn bittet zur Pressekonferenz. Das Gruppenbild zum Bergfest (v.l.n.r.): Marc Nüßen (Abteilungsleiter Fördermanagement/Infrastrukturentwicklung beim VRR), Klaus Oberheim (Bahnhofsmanager), Werner J. Lübberink (Konzernbevollmächtigter NRW), Ralf Thieme (Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG), OB Sören Link, Udo Sieverding (Abteilungsleiter ÖPNV im Verkehrsministerium NRW), Anke Goldbaum-Adam und Iljan Seiler (Projektleitung). © FUNKE Foto Services | Daniel Attia
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe. © FUNKE Foto Services | Daniel Attia
Oktober 2025, Halbzeit am Duisburger Hauptbahnhof: Die Hälfte der Bauzeit ist in etwa um, die beiden seit August gesperrten Bahnsteige stehen kurz vor der Freigabe. © FUNKE Foto Services | Daniel Attia
Am 13. Oktober 2025 werden die Gleise 5 bis 9 wieder für den Verkehr freigegeben. Die Hälfte der Bauarbeiten ist erledigt, vier der sechs Bahnsteige sind mit dem Wellendach überdacht. © Denise Ohms Funkegrafik NRW | Denise Ohms
19. Januar 2026: Vier der sechs Bahnsteige sind saniert, das neue Wellendach über den vier modernisierten Bahnsteigen ist geschlossen. © FUNKE Foto Services | Hans Blossey
19. Januar 2026. Hier gut zu erkennen: Der neuen Glasfassade fehlen noch die Scheiben der untersten Reihe. Das ändert sich während der Streckensperrung im Kreuz Kaiserberg vom 9. Januar bis 6. Februar. © FUNKE Foto Services | Hans Blossey
19. Januar 2026: Montagearbeiten an der neuen Fassade. Bauarbeiten setzen während der vierwöchigen Streckensperrung im Kreuz Kaiserberg mit einem Kran und Hubsteigern Scheiben in der untersten Reihe der Fassade ein. © FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Während der Sperrung entfernen Fachleute der Firma SEH Engineering an Bahnsteig 6 planmäßig die Verkleidung der Unterdecke, um Revisionsklappen einzubauen. © FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Zeitgleich bekommt das erste sanierte „Essener Dach“ eine neue Abdeckung und seitliche Verblendungen. © FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Startschuss für die Erneuerung des nächsten Bahnsteigs: Seit dem Abend des 6. Februar ist der Bahnsteig 2 mit den Gleisen 3 und 4 für etwa ein Jahr gesperrt. Zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 wird auch dieser Bahnsteig anfahrbereit sein. © FUNKE Foto Services | Philipp Wahl
Der Umbau dauert bis 2028. An Gleis 1 können sich Fahrgäste noch den alten Hauptbahnhof anschauen – dieser Bahnsteig und die Fassade dort werden zuletzt saniert. © WAZ | pw