Schon wieder Streik bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG): Für Dienstag, 17. März, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Mitglieder im Rahmen der aktuellen Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr in NRW zu Warnstreiks aufgerufen. Laut Verdi tritt der Fahrdienst in den Ausstand, so dass die DVG in Duisburg keine Busse sowie Bahnen und auch nicht den myBUS fahren lassen kann.

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Ausnahme sind wie schon bei vergangenen Streiks die acht Nachtexpresslinien (NE), die dann nicht nur in der Nacht, sondern ganztägig jede Stunde unterwegs sind. So fährt beispielsweise der NE1 üblicherweise um 23.25 Uhr ab der Haltestelle „Buschhauser Straße“. Am kommenden Dienstag fährt der NE1 demnach immer um 25 Minuten nach der vollen Stunde ab der Haltestelle „Buschhauser Straße“. Für die anderen Nachtexpresslinien gilt diese Systematik genauso.
Schon wieder Streik bei der DVG: Nur die Nachtexpressbusse fahren – aber ganztägig
Die Fahrpläne und Linienwege der Nachtexpressbusse gibt es in der elektronischen Fahrplanauskunft auf www.dvg-duisburg.de und im Downloadcenter als Fahrplan. Die aktuellen Abfahrtszeiten sind in der myDVG Bus&Bahn-App und an den elektronischen Haltestellenanzeigern zu finden. Die DVG bittet die Fahrgäste dennoch, sich um Alternativen wie Fahrgemeinschaften zu bemühen oder auf S-Bahnen und Regionalzüge auszuweichen, die nicht vom Streik betroffen sind.

Das DVG-Kundencenter am Duisburger Hauptbahnhof ist zudem am Montag und Dienstag aufgrund einer internen Veranstaltung geschlossen. Der telefonische Kundenservice soll aber unter 0203 60 44 555 von 7 bis 18 Uhr erreichbar sein.
NIAG rechnet mit wenigen Einschränkungen
Die Belegschaft der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe (NIAG) ist ebenfalls für den 17. März zum Streik aufgerufen. Es sei mit dem Ausfall einzelner Fahrten im Liniennetz der NIAG zu rechnen, die mit ihren Bussen auch Duisburg bedient. Die Fahrten des Schwesterunternehmens LOOK sollen jedoch wie gewohnt durchgeführt werden, sodass der Betrieb wie bei vergangenen Streiks weitgehend aufrechterhalten werden könne.
Fahrgäste sollen vor Antritt ihrer Fahrt die elektronische Fahrplanauskunft in der NIAG-App, im Fahrplaner online auf www.niag.de oder andere Angebote mit Echtzeitinformationen zum regionalen ÖPNV prüfen.
Tarifverhandlungen: Verdi kritisiert Arbeitgeber
Hintergrund der Arbeitsniederlegungen sind die laufenden Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Auch nach zwei Verhandlungsrunden liegt laut Verdi zu den Forderungen der Beschäftigten kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor.
„Der Nahverkehr in unserer Stadt funktioniert nur, weil unterschiedliche Berufsgruppen täglich professionell zusammenarbeiten. Das ist nicht nur der Fahrdienst, sondern sind auch Kolleginnen und Kollegen in Werkstätten über die Infrastruktursparte bis zum Kundencenter. Die Beschäftigten all dieser Bereiche erwarten jetzt endlich ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber“, betont Verdi-Bezirksgeschäftsführer Matthias Baumann.
Die Gewerkschaft wisse um die Einschränkungen für Fahrgäste bei einem Streik. Er sei jedoch kein Selbstzweck, sondern das einzige Mittel, um den Forderungen der Beschäftigten Nachdruck zu verleihen.
Kundgebung auf dem König-Heinrich-Platz
Die Streikenden der DVG gehen am Dienstag zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der benachbarten Nahverkehrsbetriebe NEW, der SWK sowie der NIAG auf die Straße. Sie versammeln sich zwischen 10 und 12 Uhr auf dem König-Heinrich-Platz/Ecke Königstraße in der Duisburger Innenstadt zu einer Kundgebung.





