Der Immobilienmarkt in Emmerich am Rhein zeigt sich unbeeindruckt von der allgemeinen wirtschaftlichen Zurückhaltung. Wer aktuell nach den eigenen vier Wänden sucht, muss tief in die Tasche greifen: Die Preise für gebrauchte Eigenheime sind im vergangenen Jahr rasant gestiegen und haben nun wieder das Rekordniveau von 2022 erreicht.
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Nach einer Phase der Abkühlung, die vor allem durch die gestiegenen Bauzinsen ausgelöst wurde, ziehen die Forderungen der Verkäufer nun wieder kräftig an. Laut Daten der empirica-Preisdatenbank kostete ein gebrauchtes Eigenheim in Emmerich im Schnitt zuletzt 349.000 Euro. Das entspricht einem deutlichen Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Eigentumswohnungen verteuern sich deutlich seit 2022
„Der Preis liegt damit genau auf dem Niveau von 2022“, erklärt Thomas Stachowski, LBS-Gebietsleiter. Während landesweit die Preise nach dem Zins-Schock zunächst nachgaben, scheint der Emmericher Markt die Talsohle längst durchschritten zu haben und knüpft nun nahtlos an die damaligen Höchststände an.
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Noch deutlicher wird die Preissteigerung bei den Eigentumswohnungen. Hier kletterten die Forderungen im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent. Für eine durchschnittliche 80-Quadratmeter-Wohnung riefen Verkäufer zuletzt 189.600 Euro auf. Ein Blick in die nähere Vergangenheit zeigt die Dynamik: Im Jahr 2022 lag der geforderte Preis für ein vergleichbares Objekt noch bei 152.000 Euro. Damit sind Wohnungen heute signifikant teurer als zum bisherigen Markthöhepunkt vor vier Jahren.
Baulandpreise sinken trotz teurer Immobilien weiter
Trotz der hohen Preise für Bestandsimmobilien gibt es Signale für eine Entlastung durch Neubauten. Laut dem statistischen Landesamt IT.NRW steigt die Zahl der Baugenehmigungen wieder an. Ein entscheidender Faktor bleibt dabei die Verfügbarkeit von Bauland. Interessant für angehende Bauherren: Während Häuser und Wohnungen teurer wurden, gab es bei den Grundstückspreisen eine Korrektur nach unten. Der Durchschnittspreis liegt bei 126 Euro pro Quadratmeter (-20 Prozent zum Vorjahr). Je nach Lage zwischen 54 Euro und 224 Euro für erschlossenes Bauland.


