Mehr als 30 Jahre lang war Birgit Fischer als Gleichstellungsbeauftragte in Rees tätig – nun gibt sie die Funktion an ihre bisherige Stellvertreterin Katharina Richter weiter. Den symbolischen Rahmen für diesen Wechsel hat der Internationale Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie (Idahobit) am 17. Mai gegeben. In diesem Jahr lautete das Motto „At the heart of democracy“ (Im Herzen der Demokratie). Aus diesem Anlass hisste die Stadt Rees bis Montag die Regenbogenfahne am Rathaus, um ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und den Schutz aller Lebensentwürfe zu setzen.
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„Birgit Fischer hat über drei Jahrzehnte hinweg dafür gesorgt, dass Gleichstellung in Rees kein leeres Wort bleibt. Dafür danke ich ihr sehr“, sagt Bürgermeister Sebastian Hense und freut sich über die nahtlose Übergabe an die Nachfolgerin: „Katharina Richter wird dieses wichtige Thema mit frischem Blick und klarem Kompass weiterführen.“
Richter will sich für Vielfalt und mehr Chancengleichheit einsetzen
Katharina Richter übernimmt die Funktion nicht unvorbereitet: Als bisherige Stellvertreterin war sie seit Mai des vergangenen Jahres eng in alle gleichstellungsrelevanten Themen eingebunden und nahm bereits an Vorstellungsgesprächen und Fachveranstaltungen teil. Darunter auch ein Fachtag zum Kommunalen Gewaltschutz im Kreis Kleve, bei dem Richter die verwaltungsinternen Beteiligungsrechte der Gleichstellungsbeauftragten bereits aktiv wahrgenommen hat.
Kontakt zu Katharina Richter
Neben Anliegen zu gleichstellungsrelevanten Themen innerhalb der Stadtverwaltung können auch Bürgerinnen und Bürger Kontakt mit Katharina Richter für Beratungen und Informationen aufnehmen: per E-Mail an katharina.richter@stadt-rees.de oder telefonisch unter der Nummer 02851 51-155 (vormittags).
Ihr Verständnis von Gleichstellungsarbeit habe sie bewusst weit gefasst: „Es geht weit über die Gleichberechtigung von Mann und Frau hinaus“, sagt Katharina Richter, die Mutter eines Sohnes ist. Neben der Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern lägen ihr besonders die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, der Schutz vor sexueller Belästigung und Gewalt sowie die Förderung von Vielfalt am Herzen.
Verbundenheit und Toleranz – davon kann unsere Gesellschaft nur profitieren.
Katharina Richter, neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Rees
Gleichstellungsbeauftragte seit 1995
Auch für die queere Community möchte sie sich sichtbar einsetzen – gerade angesichts aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen. Ihr Ziel: „Verbundenheit und Toleranz – davon kann unsere Gesellschaft nur profitieren.“ Hier sei noch Luft nach oben. „Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen. Das ist ein strukturelles Problem, das auf vielen Ebenen, insbesondere der Politik, gesehen und ernstgenommen werden muss“, erklärt Katharina Richter und ergänzt: „Das Thema wird aber zunehmend präsenter. Das empfinde ich als positive Entwicklung und daran arbeite ich.“
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Ihre Vorgängerin Birgit Fischer prägte die Gleichstellungsarbeit seit 1995. „Ich bin dankbar für mehr als 30 Jahre konstruktive Arbeit – mit Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung, mit den Gleichstellungsbeauftragten im Kreis und mit allen Menschen, die sich in Rees für Gleichberechtigung starkgemacht haben“, sagt Birgit Fischer mit Blick auf ihr Wirken.
Ruhestand im Frühjahr 2027
Gemeinsam mit dem Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Kleve initiierte sie Aktionen zu wichtigen Terminen wie dem Equal Pay Day, Internationalen Frauentag (8. März) und dem Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November). Runde Tische, ein Frauenarbeitskreis und ein Mädchenarbeitskreis entstanden in dieser Zeit ebenso wie praktische Beratungsbroschüren zu Themen wie Trennung, Scheidung und Minijob.
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In den vergangenen Jahren verlagerte sich Fischers Schwerpunkt auf die verwaltungsinterne Gleichstellungsarbeit wie die Beteiligung an Personalmaßnahmen, die Fortschreibung des Gleichstellungsplans und die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Übergabe des Staffelstabes ist für Birgit Fischer auch die Vorbereitung auf ihren Ruhestand im Frühjahr 2027.





