In Nimwegen gibt es eine neue Verkehrsüberwachung, die im Volksmund schon „Knöllchen-Kanone“ getauft wurde. Denn eine ähnliche Anlage, die im Nachbarort seit November 2025 steht, sorgte innerhalb von drei Monaten für tausende Bußgeldbescheide. Das gemeine an der Anlage: Sie misst nicht die Geschwindigkeit, sondern das Fahrverhalten der Autofahrer.

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Wer am Handy daddelt, WhatsApp-Nachrichten verschickt oder auf Social Media herumscrollt, der wird in der Nachbarstadt von Kleve von einer Videokamera festgehalten. Seit dem 5. Mai steht die neue Anlage am Van Rosenburgweg – ausgestattet mit vier Kameras.

Handy am Steuer wird teuer
Handy am Steuer wird in den Niederlanden teuer. Wer erwischt wird und einen Bußgeldbescheid nach Hause geschickt bekommt, der muss mit 430 Euro rechnen.
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Aufgestellt wurde die „Knöllchen-Kanone“ von der niederländischen Staatsanwaltschaft. Im Gespräch mit der Tageszeitung De Gelderlander sagt Sprecher Ivo van der Bruggen: „Der Van Rosenburgweg bildet keinen Gefahrenschwerpunkt, aber wir suchen nach Ein- und Ausfallstraßen von Städten, wo viel Verkehr herrscht. Dadurch sehen viele Menschen den Blitzer und handeln hoffentlich entsprechend. Denn das ist unser Ziel: Weniger Menschen, die aufs Handy schauen. So ein Blitzer hat eine enorme Wirkung auf das Fahrverhalten.“
248.020 Bußgelder wegen Handy am Steuer
Die neuen Blitzgeräte gibt es in den Niederlanden seit 2025, in Nimwegen ist das nun das erste Überwachungsgerät. In der Nachbargemeinde Druten steht bereits seit November 2025 am Maas en Waalweg (N322) so ein Gerät. Innerhalb von drei Monaten wurden 2364 Bußgeldbescheide geschrieben. Der dortige Beigeordnete Ronald Thoonen möchte noch weitere Geräte in seiner Gemeinde aufstellen lassen.
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Insgesamt wurden 2025 in den Niederlanden 248.020 Bußgelder im Zusammenhang mit Handyverstößen am Steuer und auf dem Fahrrad verteilt. 73.000 Bußgelder gingen auf das Konto der neuen Blitzapparate.
Anlage soll an vier Standorten stehen
Die niederländische Staatsanwaltschaft möchte die Anzahl der Blitzgeräte jetzt deutlich ausbauen. Aktuell gibt es 650 Standorte, es sollen schon bald 1450 sein.
Die Kamera an der Van Rosenburgweg in Nimwegen soll nun einige Monate dort stehen bleiben, dann wird das Gerät an einer anderen Stelle in der Stadt aufgebaut. „Wir werden nicht sagen wo, aber wir wollen die Anlage an vier verschiedenen Stellen in der Stadt aufstellen“, so der Sprecher der niederländischen Staatsanwaltschaft.“
Dieser Artikel wurde von der Tageszeitung De Gelderlander übernommen.




