Aktuell sind in der Stadt 29 Kinder aus der Ukraine im Alter von sechs bis zehn Jahren gemeldet. Das hat die Verwaltung dem Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport in der Sitzung am Mittwoch mitgeteilt. Zehn Kinder werden bereits an einer Grundschule beschult. An der Antoniusschule ist es ein Kind, an der Friedensreich-Hundertwasser-Schule sind es vier, an der Gerhard-Tersteegen-Schule sind es drei Kinder und zwei Kinder drücken auf der Pestalozzi-Schule die Schulbank.

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Nach den Sommerferien geht für weitere neun ukrainische Flüchtlingskinder der Schulalltag los, zehn weitere werden im Rahmen der so genannten Schulpflichtüberwachung zeitnah kontaktiert, heißt es. Diese Kontaktaufnahme erfolgt in Zusammenarbeit mit der Grafschafter Diakonie, die in Neukirchen-Vluyn der Partner in der operativen Flüchtlingsarbeit ist.

Die Kita-Bedarfe sind gedeckt

Auch an den weiterführenden Schulen hat sich die Schülerschaft weiter durchmischt. So sind es auf der Gesamtschule Niederberg elf Kinder und Jugendliche, auf dem Julius-Stursberg-Gymnasium sind es neun. Und bei 15 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren soll zeitnah eine Kontaktaufnahme erfolgen, um zu eruieren, wie sich der Schulbesuch künftig gestalten wird.

Ferner sind laut Stadtangaben 26 Kinder unter sechs Jahren hier gemeldet. Nach Mitteilung des Kreises Wesel sind im Bedarfsmeldeprogramm „Kita-Online“ zehn ukrainische Kinder mit einem Betreuungsbedarf gemeldet. Vier Kinder sind bereits in einer Kindertageseinrichtung aufgenommen worden, drei haben laut Stadt einen Platz zum 1. August, ein Kind steht noch auf der Warteliste für einen Platz, ist aber bereits ein Besuchskind, für zwei weitere werden zum August des kommenden Jahres Plätze gesucht. Folglich kommt die Stadtverwaltung zum Schluss, dass die aktuellen Bedarfe gedeckt sind.

Insgesamt sind derzeit 210 Personen in Neukirchen-Vluyn gemeldet. Nur 58 leben in den städtischen Unterkünften. Die meisten, nämlich 152 Menschen, sind noch privat untergebracht. „Die Situation bleibt dynamisch“, heißt es. Allerdings kämen nunmehr nur noch wenige ukrainische Kriegsflüchtlinge ungesteuert nach Neukirchen-Vluyn.

Zur Finanzierung ist noch kein Fazit möglich

Im Laufe der kurzen Aussprache merkte der Ausschussvorsitzende Richard Stanczyk an, dass man bei Unterbringung und Betreuung der Menschen „gut unterwegs“ sei. Zuvor war aus den Reihen der Grünen die Sorge geäußert worden, dass es in der Stadt Flüchtlinge erster und zweiter Klasse gebe. Die gesetzlichen Regelungen, die eine Änderung in der Zuständigkeit ab dem 1. Juni mit sich gebracht haben, obliegen nicht der Stadt, merkte Stanczyk an.

Auf Nachfrage von Lisa Wannenmacher (NV Auf geht’s), inwiefern die Finanzierung der Flüchtlinge auskömmlich sei, antwortete die Erste Beigeordnete Margit Ciesieslski, dass es umfangreiche Hilfen von Land und Bund gebe. Ciesielski: „Das ist hochkomplex.“ Insofern könne man noch nicht abschließend sagen, wie auskömmlich die Finanzierung am Ende sein wird.