Jetzt ist es amtlich: Wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilt, ist die Erschließung des Neubaugebietes Niersenbruch nun doch über Saalhoffer Straße möglich. Der Kreis Wesel habe die naturschutzrechtliche Befreiung erteilt. So dürfen zehn Bäume einer Ahornallee für die Anbindung gefällt werden. Das schien zunächst nicht möglich.

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Wegen der unter Naturschutz stehenden Allee hieß es zunächst, die Erschließung müsse über die Wiesenbruchstraße erfolgen. Diese Option der Erschließung stieß jedoch sowohl seitens der Stadtverwaltung, der Politik und vor allem der Anwohnerinnen und Anwohner von Beginn an auf große Bedenken. Für deren Unterstützung des Befreiungsantrages habe sich Bürgermeister Christoph Landscheidt in der Ratssitzung im letzten Jahr ausdrücklich bedankt, heißt es in der Mitteilung weiter.

Auflage nimmt die Stadt Kamp-Lintfort gerne in Kauf

Weil zehn Bäume fallen müssten, gebe es eine Auflage der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Wesel. Neue Bäume müssen an anderer Stelle aufgeforstet werden. Die dadurch bedingten Kosten nähme die Stadt Kamp-Lintfort „angesichts des Mehrwertes für die Bürgerinnen und Bürger gerne in Kauf“.

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Umgehend meldeten sich zu dieser Entwicklung auch Bündnis90/Die Grünen zu Wort. Die Partei war nicht unwesentlich am zivilen Ungehorsam beteiligt, der gegen die seinerzeit in Rede stehende Anbindung über die Wiesenbruchstraße ausbrach. Die nun gefundene Lösung sei eine gute und sichere. Die schaffe eine wichtige infrastrukturelle Verbesserung für das neue Wohngebiet.

Petition und Bürgerbeteiligung können etwas bewirken

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Besonders erfreulich sei laut den Grünen, dass diese Entscheidung auch „durch das Engagement zahlreicher Bürger:innen mitgestaltet“ wurde. Die Partei betont: „Die Petition des Ortsverbands der Grünen Kamp-Lintfort, in der viele Menschen durch ihre Unterschrift ihre Unterstützung für die Anbindung zum Ausdruck gebracht haben, zeigt eindrucksvoll, dass Bürgerbeteiligung wirkt“.

Gleichwohl gießen sie in ihrer Mitteilung Wasser in den Wein: „Trotz der nun gefundenen guten Lösung bleibt festzuhalten, dass eine bessere Kommunikation zwischen Verwaltung, Bürger:innen und politischen Akteuren viele Missverständnisse und Frustrationen hätte vermeiden können.“