Angebliche Amokmeldungen beunruhigen derzeit einige Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte im Kreis Wesel. Wie ein Sprecher der Kreispolizeibehörde auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt, haben bislang unbekannte Täter über das Wochenende vom 19. bis 22. September anonyme Drohungen über den Messenger-Dienst Snapchat gestreut. Nach Einschätzung der Polizei ergäbe sich hieraus „keine Gefahrenlage“.

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Der Inhalt der Nachrichten lasse vermuten, dass ein vermeintlicher Amoklauf geplant sein könnte, ohne eine bestimmtes Datum zu benennen. Laut Polizei kursieren verschiedene Meldungen, manche benennen konkrete Schulen, andere sind allgemein formuliert. Dies sorgte bei Eltern für Unsicherheit – und macht die Lage auch für die Ermittler undurchsichtig. „Es gibt Meldungshäufungen im gesamten Kreis Wesel“, berichtet der Polizeisprecher.
Amokmeldungen an Schulen im Kreis Wesel: Polizei ermittelt
In Wortlaut und Inhalt ähnliche Nachrichten seien in der Vergangenheit unter anderem kürzlich im Kreis Kleve bekannt geworden. „Es gab dieses Phänomen überregional“, sagt ein Polizeisprecher. „Auf Social Media verbreiten sich solche Nachrichten schnell.“ Die Androhung einer solchen Straftat ist ein strafbares Verhalten. Die Ermittlungen der Weseler Kreispolizeibehörde laufen.
Auch wenn von den über Kurznachrichten ausgesprochenen Drohungen nach Erkenntnisstand der Polizei keine Gefahr ausgeht, liegt es in der Hand der Schulen sowie der Bezirksregierung Düsseldorf, mögliche Konsequenzen für den Schulbetrieb zu ziehen.
Seitens einer Sprecherin der Bezirksregierung heißt es, dass gegen drei Schulen im Kreis Wesel „zu unterschiedlichen Zeitpunkten Bedrohungen bekannt“ wurden. „Oberste Priorität hat stets die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte sowie des weiteren schulischen Personals“, sagt die Sprecherin mit Blick auf den Umgang mit den Meldungen. In allen drei Einzelfällen sei von keiner Gefährdungslage auszugehen. Schulleitungen und Schulaufsicht entschieden sich daher, den Unterricht am Montag, 22. September, nach Plan stattfinden zu lassen.
Kamp-Lintfort: Unterricht findet trotz Drohung regulär statt
Von der Drohung betroffen waren unter anderem zwei Schulen in Kamp-Lintfort: Auf ihren Webseiten haben die Schulleitungen der Unesco-Schule und die Europaschule wortgleiche Stellungnahmen veröffentlicht. Am Wochenende erhielten beide Bildungseinrichtungen demnach „Kenntnis von einer Drohung gegen die Schule“.
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Und weiter: „Nachdem von keiner Gefährdungslage ausgegangen wird, findet heute (22.09.2025) der Unterricht statt.“ Die Lehrkräfte würden die Lerninhalte aber der Situation in der jeweiligen Klasse anpassen, heißt es. „Die Polizei zeigt Präsenz an der Schule, um das Sicherheitsgefühl der Schulgemeinschaft zu stärken“, schreibt die Schulleitung weiter. Die Pressestelle der Weseler Kreispolizei bestätigt, dass der Bezirksdienst am Montagmorgen die Situation in Kamp-Lintfort sondiert habe und bleibt bei ihrer Einschätzung, dass keine konkrete Gefahr besteht.






