Die Moerserinnen und Moerser lieben den Schlosspark – als grüne Oase mitten in der Stadt, zum Spazieren, Entspannen oder einfach zum Durchatmen. Das hat Ende vergangenen Jahres auch der Kampf um den Erhalt der Bäume im Schlosspark gezeigt, der im Januar 2025 darin mündete, dass die Politik die Entscheidung über die Fällung von mehr als 100 Bäumen zurücknehmen musste. Die Sondersitzung hatte „die Fraktion“ um Carsten Born beantragt, nachdem durch den Druck der Öffentlichkeit klar geworden sei, dass man genauer hinschauen müsste, ob die Bäume tatsächlich so krank seien, dass alle gefällt werden müssen.

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Dass ein solcher historischer Park nicht nur schön und wertvoll, sondern auch sensibel ist, wissen Fachleute genau. Rund 20 von ihnen trafen sich Ende Oktober in Moers, um sich über die Zukunft historischer Gärten und Parks auszutauschen. Das teilt die Stadtverwaltung Moers jetzt mit.
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Eingeladen hatte das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland. Gastgeber war der Fachdienst Freiraum- und Umweltplanung der Stadt Moers. Das jährliche Netzwerktreffen der Parkleitungen historischer Gärten und Parks im Rheinland fand im Alten Landratsamt und im Schlosspark statt.
Das Treffen diente dem Meinungs- und Erfahrungsaustausch rund um die Pflege, Entwicklung und Nutzung historischer Parks. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr: die Folgen des Klimawandels. Wie können alte Baumbestände vor Hitze, Trockenheit und sinkendem Grundwasser geschützt werden? Welche Baumarten sind künftig geeignet? Und wie lässt sich eine nachhaltige Bewässerung aufbauen? Diese Fragen standen in den fünf Vorträgen im Mittelpunkt. Und genau solche Fragen sind es, die im Verfahren um die Neugestaltung des Schlossparks eine Rolle gespielt haben – und noch spielen.
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Bei einem Rundgang durch den Schlosspark am Nachmittag besichtigten die Teilnehmenden einzelne Bäume, die durch Trockenstress und Pilzbefall geschwächt sind. Dabei diskutierten sie, wie sich historische Anlagen behutsam an die veränderten Bedingungen anpassen lassen – „ohne ihren besonderen Charakter zu verlieren“.
Der Moerser Schlosspark ist ein bedeutendes Gartendenkmal und gehört zu den ältesten Anlagen im Rheinland, betont die Stadtverwaltung. Auch künftig wolle ihn die Stadt denkmalgerecht und zugleich zukunftsfähig gestalten. Die Erkenntnisse aus dem Netzwerktreffen fließen in die laufenden Planungen und die kommenden Workshops zur Schlossparksanierung ein. „Ziel bleibt, das grüne Herz von Moers zu erhalten – als lebendigen Ort für Natur, Geschichte und Begegnung“, heißt es abschließend. Das wiederum ist auch das Ziel der Bürgerinitiative zum Erhalt der Schlossparkbäume, die sich gegen weitere Fällungen ausspricht.
sovo




