„Da ist noch Luft nach oben“, stellt Kalisto-Chefin Stefanie Winkendick mit Blick auf das Spendenkonto der Kalisto-Kinderstiftung fest. Das kann man wohl so sagen. Kurz vor Weihnachten wurde die Stiftung gegründet. Seither sind etwa 20.000 Euro eingezahlt worden. Zuletzt kamen 1640 Euro durch die Bilder-Versteigerung des Vereins Kulturcamp. Dabei sorgte vor allem ein Bild, gemalt vom Bürgermeister, für den hohen Erlös.

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Das ist ganz schön, allerdings ist die Stiftung noch weit vom Ziel entfernt. Denn das erste Projekt, das mit Hilfe der Stiftung möglichst in weiten Teilen finanziert werden soll, ist die Adventure-Minigolf-Anlage. „Ich weiß nicht, warum die Anlagen so teuer sein müssen“, wundert sich Reiner Winkendick, Profi in Sachen Gehege-Gestaltung. Denn für das Kamp-Lintforter Modell sollen mindestens 250.000 Euro fällig sein.
Anlage ohne Schnickschnack
Für 12 Bahnen wohlgemerkt, nicht für die oft üblichen 18. Und - das betont Winkendick - ohne Riesen-Figuren und Disney-Feeling. Winkendick sieht da eher Trockensteinmauern und hohle Wurzeln auf den etwa 1000 Quadratmetern Golfanlage. Schon in Arbeit ist der Zaun aus Totholz, der das Gelände zur Ringstraße abgrenzen wird. Fertig sein soll die Anlage am liebsten noch dieses Jahr, spätestens zur Internationalen Gartenausstellung in 2027. Bislang gibt es solche Anlagen in der Region nur in Xanten und Homberg.
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Insgesamt wollen die Kalisto-Macher auf 6500 Quadratmetern, die die Stadt ihnen im Zechenpark zur Verfügung gestellt hat, neben Mini-Golf auch einen Forschergarten anbieten und ein Umweltbildungsangebot „Blumenwiese, Tümpel mit Fröschen und ein offenes Grünes Klassenzimmer“, fasst Reiner Winkendick zusammen. Und natürlich sollen die Besucher dort auch gemütlich sitzen können und eine kleine Gastronomie vorfinden. Und das alles soll „so ökologisch wie möglich“ entstehen. An der Planung beteiligt ist übrigens auch TV-Gärtner Davit Arican, der außerdem auch die Wasserwelt gestaltet, die bald fertig sein soll, und darüber hinaus auch zu den Spendern der Kalisto-Kinderstiftung gehört.
Wir haben mittlerweile ein großes Einzugsgebiet
Reiner Winkendick, über steigende Besucherzahlen

Apropos Besucher: Nicht ohne Stolz verkünden die Winkendicks, dass nach 65.000 Besuchern in den Anfängen des Tierparks im vergangenen Jahr 115.000 Gäste den Weg zu Alpaka, Erdmännchen und Co gefunden haben. „Wir haben mittlerweile ein großes Einzugsgebiet“, sagt Reiner Winkendick. Es soll sogar eine Familie aus Leipzig extra angereist sein - wegen der Erdmännchen-Führung, die es sonst nirgendwo gebe. Auch die Ruhr-Top-Card sorge mit einem Anteil von 20 Prozent der Besucher für Zustrom.
Geld gibt es nicht nur fürs Kalisto
Die Kalisto-Stiftung soll aber auf lange Sicht nicht nur dem Kalisto zu gute kommen, erklären die Winkendicks. Es gehe eben um Kinder, und da könne es auch mal um eine Schaukel für eine Kita gehen, stellen sich die beiden vor.
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Die Kalisto-Kinderstiftung sei keineswegs ein Steuersparmodell, betont Reiner Winkendick. Es gibt kein festes Stiftungskapital, das unangetastet bleiben muss. „Wir können alles ausschütten.“ Im übrigen hätten sich die Kalisto-Macher auch nicht wohl gefühlt mit einem Geschmäckle, Steuern umgehen zu wollen. „Wir sind hier im Fokus. Wir machen sowas nicht mit rechte Tasche, linke Tasche“, erklärt Reiner Winkendick. Außerdem bekomme der Tierpark soviel Unterstützung, da müsse man verantwortungsvoll mit den Ressourcen umgehen. „Es gibt keinen Grund, hier rumzueiern.“ Als gemeinnützige GmbH zahle Kalisto im Übrigen ohnehin wenig Steuern.
Wer sich mit auf den Weg zum Spendenmarathon für die Kalisto-Kinderstiftung machen möchte - auf der Homepage des Kalisto-Tierparks gibt es einen entsprechenden Link.




