Gleich zweimal an einem Wochenende begleitete das Team der Geburtsklinik des Krankenhauses Bethanien Moers jetzt eine Geburt aus der Beckenendlage – und das mit Erfolg: Baby Leo und Baby Tino erblickten am 10. und 12. April gesund und munter das Licht der Welt. „Dass wir gleich zweimal innerhalb eines Wochenendes eine Geburt aus Beckenendlage begleiten durften, kommt nicht oft vor“, betont der Chefarzt der Geburtsklinik Dr. Peter Tönnies.

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Geburten aus der Beckenendlage seien eine Besonderheit in der Geburtshilfe. Nur drei bis fünf Prozent der Schwangerschaften betreffe das, so Dr. Tönnies. „Wir sind eine der wenigen Kliniken für ,Steißgeburten‘ in der Region. Vor allem bei Erstgebärenden, wie es bei einer der beiden Mütter der Fall war, bieten nicht viele Kliniken diese Form der Geburtshilfe an.“

Diese Geburten müssen gut geplant sein und die werdenden Eltern, vor allem die Mutter, vorab sorgfältig aufgeklärt werden. 

Fabian Bubeck, Oberarzt

Oberarzt Fabian Bubeck erklärt: „Diese Geburten müssen gut geplant sein und die werdenden Eltern, vor allem die Mutter, vorab sorgfältig aufgeklärt werden. Wir machen das zum Beispiel im Rahmen der Geburtsvorbereitungsgespräche, die wir einige Zeit vor dem errechneten Geburtstermin führen.“ Das gesamte Team der Geburtsklinik sei auf oberärztlicher Ebene gut geschult und in der Lage, diese Geburten zu begleiten, nicht nur Einzelpersonen. „Das spricht für uns und die besondere Qualität in der Begleitung Schwangerer – auch dann, wenn eine Steißlage des Kindes vorliegt“, fügt Dr. Tönnies hinzu.

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Geburten aus Beckenendlage sind aus medizinischer Sicht nicht immer möglich, bestimmte Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein. So darf das Kind nicht schwerer als 4.000 Gramm und der Kopfumfang nicht größer als der Bauchumfang sein. Zudem entscheidet die genaue Lage des Kindes darüber, ob eine natürliche Geburt möglich ist. Darüber hinaus muss bei derartigen Geburten mehr Personal vorgehalten werden: Neben einem Oberarzt oder einer Oberärztin zählen dazu ein Assistenzarzt oder eine Assistenzärztin, ein hintergrundhabender Arzt oder eine Ärztin und meist zwei Hebammen.

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Anke Müller, die Sohn Tino am 12. April auf die Welt brachte, erzählt: „Eigentlich komme ich gar nicht aus Moers. Ich habe mich extra, weil man hier in der Geburtsklinik Geburten in Beckenendlage betreut, für das Bethanien entschieden. Es war eine schöne Geburt, trotz der besonderen Umstände. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt.“ Dem schließt sich auch Ronja Ziegler an. Ihr Sohn Leo konnte am 10. April ebenfalls aus Beckenendlage putzmunter auf die Welt geholt werden. Sie sei sehr zufrieden und alles sehr gut abgelaufen.