Großer Bahnhof für ein großes Projekt: Zahlreiche Gäste waren am Montag zum symbolischen Spatenstich für die neue Mensa an der Europaschule gekommen. 4,4 Millionen Euro teuer wird der Neubau an der Sudermannstraße. Dafür gibt es eine Nutzfläche von 605 Quadratmetern, einen Speisesaal für bis zu 150 Schülerinnen und Schüler, der aber auch als Differenzierungsraum genutzt werden kann, sowie einen 100 Quadratmeter großen, gesonderten Differenzierungsraum. Herzstück wird die 100 Quadratmeter große Küche sein. Zum Schuljahr 2027/28 soll das Prachtstück fertig sein. Und es wird laut Schulentwicklungsplan wahrscheinlich eine der vorläufig letzten, großen Maßnahmen an Kamp-Lintforts Schulen.

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Die Freude bei allen Beteiligten war groß. Bürgermeister Christoph Landscheidt sagte: „Das hier ist etwas Besonderes.“ Er dankte der Schulleitung dafür, dass die Europaschule eine der erfolgreichsten Sekundarschulen des Landes geworden sei.

Jeden Tag frisch auf den Tisch

Die Hausherrin Claudia Biro selbst dankte der Stadt für die Möglichkeiten, die die Mensa schaffe: „Hier wird Gemeinschaft gelebt, hier können wir Gemeinschaft zelebrieren.“ Vor allem begeisterte sie sich für die Zustimmung zum Frischekonzept. Hier soll jeden Tag das Essen vor Ort zubereitet werden. „Das ist bei der Haushaltslage der Stadt nicht selbstverständlich“, betonte Claudia Biro.

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Eine Schülerin erklärte vor der versammelten Mann- und Frauschaft: „Wir freuen uns auf den Baubeginn und sind sehr gespannt, wie die Mensa aussehen wird.“

Das Besondere wird der große, lichtdurchflutete Raum sein, der sich zum Schulhof ausrichtet 

Architekt Eckehard Wienstroer, über die neue Mensa an der Europaschule

Da konnte der Architekt Eckehard Wienstroer schon mal ein wenig weiterhelfen. „Das Besondere wird der große, lichtdurchflutete Raum sein, der sich zum Schulhof ausrichtet und zu dem großen Baum im Hof.“ In der Mensa könne man nicht nur mittags zusammensitzen, sondern es werde auch ein guter Ort, an dem man kochen, essen und zusammen Spaß haben könne, ist der Architekt sicher. „Hoffentlich klappt das. Das ist jedenfalls unser Ansporn“, erklärte Wienstroer.

Als Caterer konnte schon das Moerser Unternehmen Diversa gewonnen werden. Diversa, eine inklusive Tochter des SCI Moers, bekocht in Kamp-Lintfort auch das Kommunale Rechenzentrum und die Unesco-Schule „ganzheitlich und vollwertig“, wie Geschäftsführer Tim Marx betonte. Es sei eine „pädagogisch-kulinarische Kooperation“, die sein Unternehmen mit der Europaschule eingehe.

Esskultur kann man lernen

Was genau mit dieser Kooperation gemeint sein könnte, erklärte Claudia Biro so: „Wir erleben oft, dass Kinder eine Esskultur erst erlernen müssen, weil in vielen Familien die gemeinsame Mahlzeit nicht mehr stattfindet. Auch scheint es für viele nicht selbstverständlich, dass man nach dem Essen aufräumt und sauber macht.“ Darüber hinaus biete die Küche die Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern direkt ein Praktikum vor Ort anbieten zu können.

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Von dem Speisen- und Getränkeangebot erhofft sich die Schulleiterin, dass ihre Kids viele gesunde Alternativen kennenlernen. „Ein Burger muss ja nicht schlecht sein. Den kann man auch gesund anbieten. Das kommt halt auf die Zutaten an.“ Sie fasst das bildhaft zusammen: „Wir müssen konkurrenzfähig zum Durstlöscher werden.“ Das vollkommen überzuckerte Getränk scheint in vielen Ranzen zu stecken. Und das passt anscheinend nicht ganz zum Bild der „gesunden und bewegten Schule“. Und Claudia Biro setzt auf ein spannendes vegetarisches Angebot: „Das heißt ja viel mehr, als einfach nur das Fleisch bei der Mahlzeit weglassen.“