Die Brüder Klaus-Dieter und Karl-Heinz Hildebrandt sehen nicht nur beinahe identisch aus, sondern durchlebten auch noch die gleiche Krankheitsgeschichte. Die eineiigen Zwillinge wurden Mitte April in der Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie des Krankenhauses Bethanien Moers unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Bruno Geier erfolgreich operiert. Am 30. April wurden beide laut Angaben des Krankenhauses Bethanien gesund nach Hause entlassen.

So wurden die Brüder im Krankenhaus Bethanien behandelt

Nachdem Klaus-Dieter Hildebrandt bei seinem Arzt über Schmerzen beim Laufen und im Ruhestand geklagt hatte, wurde ein MRT durchgeführt. Ergebnis: Verschlüsse der Becken- und Oberschenkelarterien. Einige Tage später wurde der Bruder mit ähnlichen Beschwerden vorstellig. Es lag der Verdacht auf eine Durchblutungsstörung und auf die sogenannte arterielle Verschlusskrankheit vor. Nicht nur die Diagnose sei dieselbe, sondern auch die Bilder der Gefäßdarstellung sahen nahezu identisch aus, so der Moerser Chefarzt Prof. Dr. Bruno Geier.

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Die Behandlung erfolgte für die 61-jährigen Zwillinge in Form einer größeren, offenen Gefäß-OP. Dabei wurde mit einem Bauchschnitt die Bauchschlagader an einer noch nicht verschlossenen Stelle freigelegt und eine sogenannte Y-Prothese eingesetzt, die von der Aorta bis in die beiden Lenden führte, heißt es in einer Mitteilung des Krankenhauses. Beide OPs seien erfolgreich verlaufen und die Zwillinge seien nach einigen Tagen gesund nach Hause entlassen worden.

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Prof. Dr. Geier betont: „Es ist wichtig, Symptome ernst zu nehmen, wie etwa Schmerzen beim Laufen und offene Stellen an Füßen und Beinen.“ Das Beispiel zeige jedoch auch, dass Rauchen ein Risikofaktor ist. „Neben hohem Blutdruck liegt sicherlich aber auch eine genetische Veranlagung zugrunde, wenn beide Betroffenen die gleiche Erkrankung aufweisen und dabei noch eineiige Zwillinge sind“, heißt es weiter.